Öffnung am 19. Mai ist "Wiederbelebung des Handels"

Der Handel freut sich über das Ende des Lockdowns am 19. Mai.
Der Handel freut sich über das Ende des Lockdowns am 19. Mai."Heute"/ Symbolbild
Die Öffnung von Gastronomie und Hotelliere am 19. Mai in Österreich erfreut auch den Handel, der mit einer "Wiederbelebung" rechnet.

"Der österreichische Einzelhandel ist mit der Gastronomie und Hotellerie eng verwoben. Durch die geplante Öffnung am 19. Mai haben die Händler nun endlich wieder eine Perspektive", so Rainer Trefelik, Obmann der Bundesparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

"Wir erwarten uns durch die Öffnung der Hotellerie und Gastronomie eine Wiederbelebung des Einzelhandels. Denn bei vielen Konsumenten erzeugt die Möglichkeit, zwischendurch einen Kaffee trinken zu gehen und einen Happen zu sich zu nehmen, die Lust an spontanen Zusatzeinkäufen, die der Handel braucht wie einen Bissen Brot", ergänzt Trefelik. Die Öffnung der Kultur – wenngleich limitiert – ist ein weiteres wichtiges Signal in Richtung Shopping-Laune.

"Handel kann wieder besser durchatmen"

Die Bedeutung des Tourismus für den österreichischen Einzelhandel wird nun durch eine aktuelle Studie der RegioData Research untermauert. Im Vorkrisenjahr 2019 erzielte der Einzelhandel durch inländische und ausländische Touristen noch Umsätze in der Höhe von 5,8 Mrd. Euro. Den Großteil des Umsatzes generierten ausländische Touristen mit mehr als 4,2 Mrd. Euro. Inländische Touristen erzeugten einen Umsatz von rund 1,6 Mrd. Euro. Im Corona-Jahr 2020 brach der Umsatz bei den Touristen von 5,8 Mrd. Euro auf rund 4,1 Mrd. Euro ein. Das entspricht einem Rückgang von 29 Prozent.

"Die Zahlen zeigen deutlich, dass nicht nur mit dem Kultur-Lockdown, sondern vor allem auch mit dem Ausbleiben der Touristen dem österreichischen Einzelhandel ein wichtiges Standbein verloren gegangen ist. Mit jedem Schritt in Richtung Normalität kann der Handel wieder besser durchatmen", zeigt sich Trefelik optimistisch und hofft auf weitere Öffnungsschritte.

Wien muss bei Lockdown-Ende mitziehen

"In Niederösterreich wird der Lockdown wie geplant am 2. Mai zu Ende gehen. Der angekündigte Öffnungsschritt ist für die betroffenen Unternehmen wirtschaftlich dringend notwendig und zu begrüßen. Nun gilt es, auch den Lockdown in Wien, wie geplant am 2. Mai zu beenden. Die Bundesländer Niederösterreich und Wien sind wirtschaftlich eng miteinander verbunden und eine einheitliche Öffnung der Ostregion ist unabdinglich", so Trefelik.

Für die Zeit des Lockdowns seien spürbare weitere Unterstützungen für die betroffenen Unternehmen erforderlich. Der für die Monate März und April aufgestockte Ausfallbonus von 15 auf 30 Prozent sei eine wichtige Unterstützung für die vom Lockdown betroffenen Betriebe. "Die Hilfen müssen jedoch aufgestockt und die Obergrenze von 50.000 Euro für die beiden Monate angehoben werden, um das wirtschaftliche Überleben der Händler zu sichern", so Trefelik.

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