Österreich in EU-Corona-Ampel auf Rot gestuft

Österreich wird auf der Corona-Ampel des ECDC Rot.
Österreich wird auf der Corona-Ampel des ECDC Rot.ECDC
Die Europaminister der EU haben am Dienstag eine Empfehlung für eine europaweite Corona-Ampel beschlossen. Eine schlechte Nachricht für Österreich.

Damit sollen Reiseeinschränkungen koordiniert und in gewissem Maße vereinheitlicht werden. Bei der EU-Corona-Ampel handelt es sich um eine von der Europäischen Gesundheitsagentur ECDC Karte, die sich auf Daten der Mitgliedstaaten stützt. Entscheidend ist dabei die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner der letzten zwei Wochen, die Rate der positiven Tests zu negativen Tests und ganz allgemein die Testrate.

"Es ist unsere gemeinsame Pflicht, Koordination zu allen Maßnahmen sicherzustellen, welche die Bewegungsfreiheit einschränken, und unseren Bürgern alle Informationen zu geben, die sie brauchen, um über ihre Reisen zu entscheiden", erklärte der deutsche Europa-Staatsminister Michael Roth dazu.

Österreich auf Rot

Rotes Licht gibt es dabei für all jene Staaten, deren Neuinfektionen höher als 50 bzw. die Rate der positiven Tests vier Prozent oder höher liegen, oder wenn die Neuinfektionsrate mehr als 150 beträgt. Für solche Risikogebiete können EU-Staaten dann Quarantäne und Tests bei der Einreise vorschreiben. Für Österreich sind das schlechte Nachrichten, denn unser Land wurde am heutigen Dienstag auf Rot gestuft.

Bei der 7-Tages-Inzidenz liegt Österreich derzeit bei einem Wert von 82,9 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner und somit deutlich im "roten" Bereich der EU-Ampel. Seit Beginn der Pandemie wurden laut AGES-Dashboard 1.822.931 Coronatests durchgeführt, davon waren 56.591 positiv. Das entspricht einer Rate von 3,1 Prozent.

Beschluss ohne Österreichs Stimme

Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) hatte sich beim Entschluss der EU-Minister der Stimme enthalten. Sie kritisiert gegenüber der APA, dass sie lieber noch weiterverhandelt hätte. Für Edtstadler ist die Corona-Ampel der EU nicht differenziert genug. Ihr zufolge wären die meisten Regionen in Europa rot eingefärbt, und eine Steigerung von rot sei nicht mehr möglich.

"Wir wollen treffsichere Kriterien, wir wollen Vorhersehbarkeit, was Reisewarnungen betrifft, was die Einschätzung aus anderen Ländern betrifft", wird die Politikerin weiter zitiert. Sie sprach sich in Luxemburg für einheitliche Quarantänezeiten und die Möglichkeit, sich frei zu testen, aus.

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