Den Moment, in dem für den Iran eine Welt zusammenbrach, dürften viele Menschen in der Islamischen Republik schon gar nicht mehr mitbekommen haben. Algerien und Österreich lieferten sich eine Schlussphase der Superlative.
Am Ende stand fest: Der Iran hat vergebens gezittert und die K.o.-Runde der Fußball-WM verpasst.
Durch das spektakuläre 3:3 (1:1) zwischen Algerien und Österreich im allerletzten Spiel der XXL-Vorrunde mit zwei Treffern in der Nachspielzeit landete der Iran in der Tabelle der Gruppendritten auf Rang neun, nur die besten acht schafften den Sprung ins Sechzehntelfinale. Einzig der Senegal schaffte es mit drei Punkten, aber eben einem positiven Torverhältnis in die nächste Runde.
Riyad Mahrez erzielte in der 93. Minute das 3:2 – Österreich stand vor dem Aus. Sasa Kalajdzic ließ mit dem Kopfballtor in der 96. Minute alle Dämme brechen.
Das iranische Team von Trainer Amir Ghalenoei hatte am Freitag (Ortszeit) zum Gruppenabschluss ein 1:1 gegen Ägypten geholt. Das dritte Remis und damit drei Punkte und eine ausgeglichene Tordifferenz reichten letztlich nicht. Auch Schottland und Südkorea hatten am Samstag (Ortszeit) vergeblich gehofft und müssen wie schon zuvor Uruguay die Heimreise antreten.