Österreich nimmt jetzt Corona-Kranke aus Rumänien auf

Ein Corona-Patient wird in die Uni-Klinik von Bukarest eingeliefert.
Ein Corona-Patient wird in die Uni-Klinik von Bukarest eingeliefert.REUTERS (Symbol)
Jetzt bittet Impf-Nachzügler Rumänien um Hilfe: Weil die Patienten nicht mehr behandelt werden können, soll Österreich laut "Heute"-Infos einspringen.

Die Corona-Zahlen in Rumänien explodieren, in keinem anderen Land sterben – umgelegt auf die Bevölkerungszahl – so viele Menschen an oder mit dem Virus wie in dem Staat in Südost-Europa. Am vergangenen Freitag waren es 365 innerhalb eines Tages, am Montag 261. Die 7-Tages-Inzidenz liegt mittlerweile bei 1.500, immer mehr Infizierte benötigen stationäre Behandlung. Die Impfquote ist am Boden.

Kranke warten tagelang auf Bett

Vor der Uniklinik Bukarest gibt es mittlerweile lange Staus von Rettungswagen; mitunter warten Kranke tagelang in Sesseln mit Beatmungsmaske auf ein Bett. In all der Dramatik bat Rumänien Österreich nun um Hilfe. Laut "Heute"-Infos wurden alle neun Bundesländer am Wochenende gefragt, ob sie Corona-Patienten aus dem EU-Land aufnehmen können. Im Innenministerium bestätigte man "Heute" am Dienstag, dass "es eine Anfrage aus Rumänien gab, die dann Thema im Krisenstab war".

Tirol und NÖ sagten Hilfe zu

Während Tirol und Niederösterreich ("Können ein bis zwei aufnehmen") spontan ihre Bereitschaft signalisierten, Corona-Patienten aus Rumänien zu behandeln, sind andere Bundesländer noch abwartend. Steiermark ("derzeit leider nicht möglich"), Salzburg ("aufgrund der Rot-Schaltung keine Möglichkeit") und Oberösterreich ("haben derzeit selbst einen massiven Anstieg an Infektionen") winkten im Krisenstab des Bundes schon ab. Im Burgenland (hier ist derzeit nur eines von 34 Corona-Intensivbetten belegt) ist das Thema aktuell noch in politischer Abklärung. Wien bestätigte ein schriftliches Hilfsersuchen an Österreich, das im Krisenstab eingegangen sei, verweist aber darauf, dass eine etwaige Aufnahme von Patienten aus Rumänien Sache des Bundes sei. "Es gab noch keine konkrete Anfrage diesbezüglich an uns", so ein Sprecher des Gesundheitsstadtrats. 

1 bis 2 Intensivbetten in NÖ

Eine Sprecherin der niederösterreichischen Landesgesundheitsagentur meinte Dienstagnachmittag auf Nachfrage: "Aufgrund der aktuellen Covid-Situation in Rumänien hat der Bund die freien Kapazitäten in den Ländern abgefragt und wie viele Patienten aufgenommen werden könnten. Die NÖ LGA hat angeboten maximal 1-2 IntensivpatientInnen aufnehmen zu können und wartet nun auf eine Antwort. Sollte sich jedoch die Lage in NÖ verschärfen, muss das Angebot neu bewertet werden."

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