Teile der Wirtschaft nähern sich dem Vorkrisen-Niveau

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) und Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) am Dienstag, 18. Mai 2021, anl. der PK "Arbeitsmarkt und Öffnungen" im Bundeskanzleramt in Wien. - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER - 20210518_PD2444 - Rechteinfo: Rights Managed (RM)
Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) und Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) am Dienstag, 18. Mai 2021, anl. der PK "Arbeitsmarkt und Öffnungen" im Bundeskanzleramt in Wien. - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER - 20210518_PD2444 - Rechteinfo: Rights Managed (RM)HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Mit den Öffnungsschritten wird ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung wirtschaftliches Comeback in Österreich gegangen, so Blümel am Dienstag.

Nicht nur die Bevölkerung blickt den morgigen Öffnungen freudig entgegen. Auch in den politischen Reihen ist die Freude über die weitreichenden Lockerungen in Österreich groß. Der Grund ist ein logischer: Mit den Öffnungen werden wieder mehr Menschen in Beschäftigung gebracht und auch die Wirtschaft sollte einen Boom erleben. Wie groß jener sein wird, bleibt wohl eine Frage der Zeit. 

"Morgen gehen wir mit den Öffnungsschritten einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung wirtschaftliches Comeback in Österreich".

So eröffnete Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) die Pressekonferenz zu Arbeitsmarkt und Öffnungen mit Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Dienstag.

Erreichung der Vorkrisenniveaus

Langsam aber sicher nähert man sich derzeit dem wirtschaftlichen Niveau von 2019. Gewisse Bereiche, wie etwa Industrie und andere Dienstleistungen, Handel und Verkehr haben mittlerweile "fast das Vorkrisenniveau" erreicht, schilderte der Finanzminister. 

Die Prognosen für die Entwicklung der kommenden Wochen und Monate ist eine durchaus optimistische, so Blümel. Die jetzigen Öffnungen sollen bis zum Ende des Sommers dazu führen, dass der Großteil der wirtschaftlichen Leistung des Vorkrisenniveaus wieder erreicht wird, wagt der Minister eine Prognose.

Sicheres Reisen lockt Touristen

Auch Tourismusministerin Köstinger ist sich sicher, dass ein wirtschaftliches "Comeback in Österreich sicher gelingen" wird. Für heuer ist hinsichtlich des Tourismus mit einer ähnlichen Situation wie letztes Jahr zu rechnen – "wenn nicht sogar besser", so Köstinger weiter.

Die Teststrategie, von der auch ausländische Urlauber profitieren, werde dazu führen, dass mehr Gäste angezogen werden, ist sich die Ministern sicher. Immerhin sei das "sichere Reisen" ein wichtiger Faktor. Und durch die in Österreich bestehenden Maßnahmen könne das auch gewährleistet werden. Dies wirke sich wiederum positiv auf das Buchungsverhalten der Touristen aus, so Köstinger.  

Optimistische Perspektive

Abschließend richtete auch der Arbeitsminister das Wort an die Österreicher und schilderte die aktuellen Arbeitsmarkt-Zahlen. Gleich zu Beginn merkte Kocher an, dass die letzten Monate eine sehr herausfordernde Zeit am Arbeitsmarkt, war. "Daher ist es umso schöner nun eine optimistischere Perspektive zu haben, die sich natürlich auch auf den Arbeitsmarkt auswirkt", so Kocher in Bezug auf die morgigen Öffnungen.

Hinsichtlich der Zahlen – bei denen es aus technischen Gründungen beim AMS um Schätzungen und keine tagesaktuellen Zahlen handelt – sei eine stetige Verbesserung zu beobachten. Derzeit sind in Österreich 334.000 Personen als arbeitslos gemeldet. 77.000 Menschen befinden sich in Schulungen. Zur Kurzarbeit vorangemeldet sind 320.000 Personen. 

Nachhaltige Entspannung erwartet 

Den Einschätzungen zufolge können durch die Öffnungen nun 150.00 Personen wieder einer Beschäftigung nachgehen. In den kommenden Wochen und Monaten – so die Prognosen – sollen dann 130.000 Menschen aus der Kurzarbeit wieder in die volle Beschäftigung zurückkehren. "Das wird nicht sofort passieren. Das wir durchaus alles ein bisschen dauern, bis es sich einpendelt", so Kocher. 

Insgesamt sei die Lage am Arbeitsmarkt aber besser als letztes Jahr. Davon zeugt auch die Tatsache, dass derzeit 320.000 Menschen in Kurzarbeit sind, es im Vergleich dazu im letzten Mai 900.000 Menschen waren.

"Insgesamt glaube ich, dass wir am Arbeitsmarkt eine nachhaltige Entspannung erwarten dürfen."

Phase 5 der Kurzarbeit

Auch die Kurzarbeit werde dementsprechend zurückgehen, so Kocher. Doch dennoch müsse für den Fall der Fälle ein Sicherheitsnetz bereitstehen. Hierzu werden derzeit intensive Gespräche  mit den Sozialpartnern und dem AMS zur Phase 5 der Kurzabriet geführt. Man befinde auch auf gutem Weg, habe sich aber noch auf keine Lösung geeinigt.

Zudem schilderte der Minister, dass die Kurzarbeit auch spezifischer werden müsse für all jene Bereiche, die sie auch wirklich brauchen (werden). In anderen Bereichen soll sie zurückgefahren werden. Wie er sagt, ist eine entsprechende Lösung in den kommenden ein bis zwei Wochen zu erwarten. 

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