Im internationalen Skisport bahnt sich ein Streit um die Zukunft der Weltmeisterschaften an. Nach den Plänen der FIS sollen ab 2032 in jeder Saison außer in Olympiajahren Titelkämpfe stattfinden. Bisher werden alpine und nordische Weltmeisterschaften alle zwei Jahre ausgetragen.
Österreich gehört zu den Kritikern des Vorhabens. Am Mittwoch trifft sich die FIS-Spitze deshalb in Innsbruck mit Vertretern des ÖSV. Präsident Alexander Ospelt will einen der wichtigsten Skiverbände von seiner Idee überzeugen und betont, bei der Entscheidung alle Beteiligten einbeziehen zu wollen.
Der Liechtensteiner sieht vor allem Vorteile für die Athleten und kleinere Skinationen. "Der WM-Titel bedeutet für Athleten auch finanziell sehr viel", erklärt Ospelt im ORF. Zudem könnten zusätzliche Weltmeisterschaften neue Märkte wie China, Japan oder Südkorea erschließen. Eine Entwertung des Titels befürchtet er nicht.
Unterstützung erhält Ospelt von Alexandra Meissnitzer. Die zweifache Weltmeisterin arbeitet mittlerweile für die FIS und gibt zu, anfangs selbst skeptisch gewesen zu sein. Inzwischen sieht die Salzburgerin die zusätzlichen Titelchancen positiv: "In meiner Karriere hätte das drei Weltmeisterschaften mehr bedeutet, und als junge Athletin hätte ich das begrüßt."
Gleichzeitig räumt Meissnitzer Fehler bei der bisherigen Kommunikation ein. Nun soll mit dem ÖSV eine gemeinsame Basis gefunden werden. "Wenn wir als FIS den Skisport nach vorne bringen wollen, brauchen wir die wichtigsten Partner an Bord", stellt die 53-Jährige klar.