"Das wird definitiv meine letzte Saison. Ich bin stolz und dankbar, dass ich das mit 45 körperlich fit und sportlich auf höchstem Niveau sagen darf." Diese Sätze stammen von ÖSV-Snowboarder Andreas Prommegger. Der Routinier tätigte sie am Dienstag in den "Salzburger Nachrichten".
Sprich: Eine Legende tritt ab. Der dreifache Weltmeister feierte 1997 (!) sein Debüt. 30 Jahre später ist Schluss. Letztes Highlight ist die Heim-WM im Montafon im März. "Ich glaube schon, dass ich wieder um Siege und Stockerlplätze mitfahren werde. Das Snowboarden, hoffe ich, habe ich jedenfalls nicht verlernt", sagt Prommegger.
Spannend wird das Wiedersehen mit Benjamin Karl. Der Olympia-Held wollte ursprünglich zum Radsport wechseln, ruderte aber zurück – und schoss sich mit eigenwilligen Aussagen über Ehe, Karriere und Rollenverteilung ins Abseits.
"Ich schätze seine Leistungen. Wir haben uns sportlich gegenseitig viel zu verdanken. Aber abseits davon passen seine Werte nicht mit meinen überein", meinte Prommegger vor wenigen Wochen in der "Krone".
Mittlerweile haben die beiden in einer Skihalle in den Niederlanden erste gemeinsame Trainingsschwünge absolviert. "Die Stimmung war anfangs, wie zu erwarten, angespannt und ist mit der Zeit dann besser geworden", schildert Prommegger auf "sn.at".
Fakt ist: Während es für Karl das Comeback-Jahr wird, ist es für Prommegger die Abschiedstour. Die Saison beginnt Ende November in China.