Österreichs Skispringer legten einen vielversprechenden Start in die 74. Vierschanzentournee hin. Allen voran Titelverteidiger Daniel Tschofenig. Der Kärntner, der im Weltcup zuletzt schwächelte, belegte Rang zwei. Wermutstropfen: Auf den überragenden Sieger Domen Prevc (Slo) fehlen bereits 17,5 Punkte.
"Für die Tournee heißt das nicht viel, in Oberstdorf kann man nur verlieren, aber nichts gewinnen. Die Tournee ist kein Sprint, sondern ein Marathon, aber mit dem Wettkampf bin ich einmal zufrieden", sagte Tschofenig im ORF-Interviewn. "Es ist extrem genial, so zurückzukommen nach den harten Wochen."
Nach der Disqualifikation von Timi Zajc (Slo) fehlten Jan Hörl als Viertem nur 0,2 Punkte auf das Podest. "Es lief besser als in den letzten Wochen. Wenn das Gefühl und die Lockerheit wieder da sind, passt das. Es ist noch alles möglich, sogar, dass wir Prevc ärgern. Es ist schwer, aber nicht unmöglich. Abgerechnet wird in Bischofshofen", ließ sich der Salzburger zu einer Kampfansage hinreißen.
Nicht restlos happy war Stefan Kraft. Der Jungpapa musste sich nach einem schwachen zweiten Durchgang mit Rang neun begnügen. "Ich muss das analysieren, irgendwas hat nicht gepasst. Die Leistung war solide, aber nicht mehr. Keine Rakete. Alles nicht optimal."
Die Tournee übersiedelt nun nach Garmisch-Partenkirchen. Am 31. Dezember steigt die Quali, am 1. Jänner das traditionelle Neujahrsspringen.