Pia Zerkhold beendet im Alter von nur 27 Jahren ihre aktive Karriere. Die Niederösterreicherin war in der vergangenen Saison die einzige Österreicherin im Snowboardcross-Weltcup. Bei den Olympischen Spielen fuhr die ÖSV-Athletin zuletzt auf den fünften Platz.
Die Entscheidung fiel der WM-Medaillengewinnerin nicht leicht. Nach dem Großereignis im vergangenen Februar nahm sich Zerkhold bewusst Zeit, um über ihre sportliche Zukunft nachzudenken. Letztlich fehlte aber die Motivation für eine weitere Saison.
"Nach den Olympischen Spielen war die Luft so richtig draußen. Dass man nach einem Großereignis in ein Loch fällt, hört man aber auch von anderen Athletinnen und Athleten, daher wollte ich einige Zeit verstreichen lassen, um zu sehen, ob ich mich für eine weitere Saisonvorbereitung wieder motivieren kann", erklärt die 27-Jährige.
Doch die erhoffte Lust auf den nächsten Winter kehrte nicht zurück. "Aber ich habe gemerkt, dass das Feuer in mir einfach nicht mehr brennt und deshalb habe ich mich dazu entschieden, meine aktive Karriere zu beenden."
Damit geht eine erfolgreiche Laufbahn zu Ende. Ihren größten Triumph feierte Zerkhold bei der Weltmeisterschaft 2023 in Georgien. Gemeinsam mit Jakob Dusek raste sie im Mixed-Teambewerb zur Silbermedaille.
Auch bei ihren letzten Olympischen Spielen war die Niederösterreicherin ganz vorne dabei. In Livigno fehlte ihr als Dritte ihres Halbfinal-Laufs nur wenig zum Einzug in die Medaillenentscheidung. Zerkhold gewann anschließend das kleine Finale und beendete den Bewerb auf dem starken fünften Rang.
Lange ohne neue Herausforderung bleibt Zerkhold nicht. Statt Weltcup, Startgate und Snowboard wartet künftig das Klassenzimmer: Bereits im Oktober beginnt die 27-Jährige in Innsbruck ihr Studium für das Volksschullehramt.