Wintersport

"ÖSV-Pleite ist in dieser Wucht nicht zu akzeptieren"

Auf Platz 17 der Beste! Die ÖSV-Herren waren beim Ski-Weltcupstart in Sölden schlecht wie nie. "Heute"-Skiexperte Marc Girardelli analysiert.  

Heute Redaktion
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Schröcksnadel beim ORF-Interview in Sölden
Schröcksnadel beim ORF-Interview in Sölden
GEPA Pictures

Mir tat er fast leid. Ganz allein stand ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel traurig auf einer Betontribüne in Sölden, als mit Lucas Braathen ein neuer Star als Sieger beim Herren-Riesentorlauf abschwang.

"Das ist ein ganz schlechtes Zeichen für den Winter" – Marc Girardelli

Die Österreicher waren chancenlos. Das ist nicht neu im Riesenslalom, in dieser Wucht aber nicht zu akzeptieren. Die Norweger und Schweizer sind top aufgestellt. Vom ÖSV-Team fuhren zwei Abfahrer in die Top 30, aber nur ein echter Riesentorläufer. Das ist ein ganz schlechtes Zeichen für den Winter: Sölden ist der schwierigste Riesentorlauf-Hang im Skisport – vor Alta Badia. Gerade deshalb tut die Pleite noch mehr weh.

    Marcel Hirscher zu Gast in der ORF-Show "Klein gegen Groß"
    Marcel Hirscher zu Gast in der ORF-Show "Klein gegen Groß"
    ORF

    Schröcksnadel zählte so wie ich zu keiner „Blase“ in Sölden. Wir mussten nicht getestet werden, kamen keinem der Fahrer näher als 20 Meter. Für die ÖSV-Athleten war das sicher von Vorteil: Die Standpauke vom Chef gab es höchstens am Handy. Ob sie hilft? Leider nein.