Bitter! Katharina Truppe schlitterte als Halbzeitdritte im Slalom von Aare vom Stockerl. Sie verpasste das Podest um 0,09 Sekunden, wurde Vierte – unter den Augen von Kristallkugel-Gewinnerin (RTL) Julia Scheib, die den Bewerb als Fan mitverfolgte und ihren Teamkolleginnen die Daumen drückte.
Der Sieg im Hohen Norden ging an Mikaela Shiffrin. Nach ihrer 100. Halbzeit-Führung im Weltcup ließ sich die US-Amerikanerin ihren achten Saisonsieg nicht mehr nehmen. In gewohnt souveräner Manier deklassierte die Ski-Queen die Konkurrenz, gewann schlussendlich vor der Deutschen Emma Aicher und der Schweizerin Wendy Holdener.
"Wie ich gesehen habe, dass es neun Hundertstel waren, hat es mich richtig geärgert. Das tut jetzt richtig weh. Liegen gelassen habe ich die Sekunden sicher im letzten Drittel. Aber: Es gibt Schlimmeres als einen vierten Platz. Das unterstreicht so ein bisschen meine Saison", resümierte Truppe das verpasste Podest.
Katharina Gallhuber zeigte nach dem verpatzten ersten Lauf eine engagierte Fahrt, machte insgesamt acht Plätze gut und wurde schlussendlich 21. "Ich denke, der Zweite war echt solide. Natürlich wollte ich die Nummer noch mehr ausnutzen, aber ich nehme das Positive fürs Saison-Finale mit", resümierte die Österreicherin im ORF-Interview.
Im Gesamtweltcup trennen die Führende Shiffrin und Aicher vor dem großen Finale jetzt bloß 140 Punkte. Der Kampf um die große Kristallkugel ist damit bei vier ausstehenden Weltcup-Rennen immer noch offen – weil die Deutsche in Aare ihr bestes Slalomergebnis zeigte und unter Druck zur Höchstform auflief.
Bitter: Im zweiten Durchgang standen nur zwei heimische Athletinnen im Starthaus. Die restlichen ÖSV-Läuferinnen enttäuschten auf ganzer Linie, schafften es im ersten Lauf nicht unter die besten 30 Fahrerinnen. Olympia-Siegerin Katharina Huber schied nach wenigen Fahrsekunden nach einem Fehler aus. Natalie Falch und Lisa Hörhager erwischten einen rabenschwarzen Tag und hatten im Ziel einen zu großen Rückstand.