Wenn er keine guten Ergebnisse zusammenbringt, stapft Kristoffersen oft beleidigt davon oder lässt sich zu Auszuckern im TV hinreißen. Der ehemalige Hirscher-Rivale polarisiert.
Für ÖSV-Star Manuel Feller ist das kein Problem: "Es gibt ohnehin immer weniger echte Typen im Skirennsport. Henrik ist so ein Typ, er versteckt sich hinter keiner Fassade. Er ist so, wie er ist. Das ist meiner Meinung nach wichtiger, als immer nur ein gestriegelter Typ zu sein", sagt der Tiroler im Audi-Talk.
"Wenn Emotionen dabei sind, dann spricht das mehr Leute an. Auch wenn es bei Henrik zum Teil Aggressionen sind. Aber auch die gehören zum Sport dazu", erklärt Feller.
Der 28-Jährige weiß, was im Kopf des Norwegers vorgeht: "Ich habe im ersten Moment auch schon oft genug in der Emotion Sachen gemacht oder gesagt, wo ich mich danach gefragt habe, ob ich noch ganz sauber bin. Aber wenn du in diesem Tunnel bist, dann bist du da drinnen."
Feller und Kristoffersen gehören bei RTL (Freitag) und Slalom (Sonntag) zu den Medaillen-Kandidaten: "Vor allem im Slalom ist die Dichte massiv. Die ersten zwanzig, dreißig in der Starterliste können aufs Podium fahren, es gibt keine Seriensieger. Das tut dem Sport extrem gut, auch wenn es für uns manchmal nicht so toll ist."