Blauer Himmel, Sonnenschein, Temperaturen um den Gefrierpunkt - Saalbach-Hinterglemm präsentiert sich am Montag von seiner besten Seite, macht Appetit auf die Ski-WM. Letzte Aufbauarbeiten sind im Gange, Sportler und Betreuer beziehen ihre Quartiere.
Und nicht unwichtig: Die Rennanzüge werden vorbereitet. Denn schon am Eröffnungstag steigt am Zwölferkogel die erste Medaillenentscheidung - der Mixed-Team-Parallel-Bewerb.
Österreich nominierte sechs Athleten: Stefan Brennsteiner, Stephanie Brunner, Fabio Gstrein, Dominik Raschner, Julia Scheib und Katharina Truppe. Die Vorfreude ist groß.
"Es macht Spaß, mal nicht nur für sich, sondern miteinander zu fahren", sagt Gstrein. Österreich bereitete sich gewissenhaft auf das ungewohnte Format vor, spulte einige Trainingsläufe ab. Auf die leichte Schulte nimmt das Rennen keiner.
"Es ist sehr anspruchsvoll, geht g'scheit bergab", erklärt Brennsteiner. Kollegin Brunner stimmt zu. "Es ist sehr steil, mir taugt das." Scheib meint: "Für einen Parallel-Bewerb ist der Steilhang sogar sehr lang. Das wird eine echte Challenge." Für Truppe ist es gar "der schwierigste Team-Bewerb, den es je gab."
Das Ziel der ÖSV-Starter ist klar: eine Medaille. "Das kann natürlich gleich ein Dosenöffner sein", sagt Brennsteiner. "Favorit ist aber Norwegen, die schätze ich sehr stark ein."
Im Weltcup wird das Format mit zwei Riesentorlauf-Kursen nicht ausgetragen. Die Besonderheit ist, den Konkurrenten im Augenwinkel zu haben. "Man bekommt den Nebenmann mit, versucht, ihn auszublenden", beschreibt Brennsteiner, der 2022 in diesem Bewerb den Olympia-Sieg mit Österreich holte.
Wie für ein Großereignis üblich, ließ der ÖSV eigene Rennanzüge entwerfen. Ins Auge sticht ein dominantes Rot. "Schaut aus wie ein Ferrari. Hoffentlich fahren wir auch wie einer", grinst Truppe.
Der erste Durchgang beginnt am Dienstag um 15.15 Uhr. Das Finale steigt ab 16.45 Uhr im Rahmen der Eröffnungsfeier.