Die Vorbereitung auf die neue Weltcup-Saison wird für Österreichs Ski-Herren zur logistischen Herausforderung. Weil eine wichtige Trainingsmöglichkeit in Europa wegfällt, muss der ÖSV reagieren – und schickt nun auch seine Slalom-Mannschaft nach Südamerika.
In den vergangenen Jahren konnten die Ski-Stars im Sommer neben Trainingslagern in Südamerika immer wieder auf die Schweizer Gletscher ausweichen. Diese Möglichkeit fällt heuer weg.
Besonders die Einstellung des Sommer-Skibetriebs in Zermatt trifft die Weltcup-Teams. Schneetraining in Europa ist derzeit praktisch nicht möglich.
Beim ÖSV wurde deshalb kurzfristig ein neuer Plan aufgestellt. Wie die "Krone" berichtet, reist nun auch das Slalom-Team nach Chile. "Das ist alternativlos", macht ÖSV-Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer deutlich.
Am 12. September sollen die Techniker in El Colorado eintreffen. Dort können sich die ÖSV-Asse unter winterlichen Bedingungen auf die kommende Saison vorbereiten. Für die Slalom-Spezialisten beginnt der Ernst des Weltcup-Winters knapp zwei Monate später. Am 15. November steigt im finnischen Levi der erste Saison-Slalom.
Bis dahin soll das kurzfristig angesetzte Chile-Camp die nötigen Schneetage liefern. Für den ÖSV bedeutet das allerdings deutlich mehr Reiseaufwand – und eine Vorbereitung, die so ursprünglich nicht geplant war.