ÖVP-Mandatar sorgt für Eklat bei U-Ausschuss

Wolfgang Gerstl (ÖVP) und Florian Klenk beim Ibiza-U-Ausschuss.
Wolfgang Gerstl (ÖVP) und Florian Klenk beim Ibiza-U-Ausschuss.Florian Schroetter / EXPA / picturedesk.com
Nach seiner Befragung durch die Abgeordneten stellte sich Innenminister Nehammer der Presse. Ein Parteifreund funkte bei unangenehmen Themen dazwischen.

Die Rollenverteilung ist eigentlich klar: Auskunftspersonen erscheinen zum Ibiza-U-Ausschuss und beantworten im Anschluss Journalistenfragen. Oder auch nicht, so wie Johann Gudenus am Donnerstag. Er rauschte nach getaner Pflicht einfach aus dem Saal und ließ die Medienvertreter stehen.

Störung der Pressekonferenz

Am Freitag war Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) dran – und brachte nicht einmal eine Vertrauensperson (meist ein Anwalt) zur Befragung im Ausschuss mit. Das war auch kaum nötig, denn sein Parteifreund Wolfgang Gerstl, Fraktionsführer der Volkspartei im Ausschuss, übernahm fast die Verteidigerrolle. Das irritierte zwar die anderen Parteien, aber Gerstl darf so hart oder weich fragen wie er will.

Im Anschluss produzierte der ehemalige Wega-Polizist aber einen Eklat. "Während einer Pressekonferenz mit Innenminister Nehammer stellt sich der ÖVP-Abgeordnete Gerstl in den Journalisten-Bereich und stört unangenehme Fragen mit Zwischenrufen. Das geht nicht", twitterte "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk.

Auf eine Klenk-Frage zu Ermittlungen in der Schredder-Affäre habe sich Gerstl unter den Journalisten eingemischt, berichtet Barbara Piontek vom Sender Puls24: "Ein Nationalratsabgeordneter kann sich nicht zu den Journalisten stellen und dort die Fragen unterbrechen oder gar stören. Wenn er etwas zu sagen hat, soll er sich zum Innenminister ans Rednerpult stellen."

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