Babler stellte sich den Fragen von Simone Stribl und Heute"-Chefredakteur Christian Nusser. Die Themen waren breit gefächert: diskutiert wurden Vermögenssteuern, Klimaschutz, die Pleite der Möbelkette kika/Leiner sowie die 32-Stunden-Woche. Analog zu den Klima-Aktivisten der Letzten Generation fordert der neue Kopf der Sozialdemokratie außerdem ein Tempolimit von 100 km/h auf Österreichs Autobahnen. Die Partei wolle er künftig "demokratischer gestalten". Sein Auftritt wurde zwar teils von der eilig einberufenen Pressekonferenz zu den mutmaßlichen Anschlagsplänen im Zusammenhang mit der Wiener Pride überschattet – dennoch ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten.
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ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker unterstellt seinem politischen Kontrahenten in einer Presseaussendung, im "ORF" ein Wunschkonzert von sich gegeben zu haben. Seine Aussagen würden der eigenen Parteilinie widersprechen. "Einigkeit innerhalb der Sozialdemokratie sieht anders aus. Im Zuge des Interviews hat sich der Stamokap-Marxist Andreas Babler für offene Grenzen und gegen die Auslagerung von Asylverfahren an die EU-Außengrenze ausgesprochen – eine Argumentation ganz gegen die Beschlusslage der eigenen Partei", so Stocker.
Er führt weiter aus: "Denn in dem von der SPÖ beschlossenen Doskozil-Kaiser-Migrationspapier hat sich die Sozialdemokratie sehr wohl zur 'Etablierung von Verfahrenszentren an den EU-Außengrenzen und Stopp der unkontrollierten Migration durch Schaffung von legalen Fluchtmöglichkeiten in UNHCR-konformen Verfahrenszentren nahe den Herkunftsregionen' bekannt". Außerdem prognostiziert er parteiinternen Widerstand gegen den Neo-Chef der Sozialdemokratie.
"Andreas Babler hat heute ein Wunschkonzert von sich gegeben, das wohl innerhalb seiner Partei wieder auf massiven Widerstand führen wird. Der massive Linksruck unter Vorsitzendem Babler geht jedenfalls weiter." Auch für die Forderung nach Tempo 100 habe Babler nicht einmal innerhalb der eigenen Partei die nötige Unterstützung, so Stocker: "Wir wissen, dass eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung auf 100km/h auf Autobahnen ganz dem marxistischen Weltbild des Neo-SPÖ-Vorsitzenden entspricht - allerdings bewegt er sich auch hier gegen die eigenen Parteigenossen, denn in der Vergangenheit hat sich die SPÖ gegen Tempo 100 ausgesprochen."
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Abschließend meint der Generalsekretär: "Nach den Klarstellungen einiger SPÖ-Länderchefs, die es in den vergangenen Wochen in Massen gab, hat diese 'Pressestunde' viel mehr die Spaltung innerhalb der größten Oppositionspartei ans Tageslicht gebracht, als mehr Klarheit in die Positionierung der SPÖ zu bringen."