Politik

ÖVP-Stocker: "Babler verliert jede Glaubwürdigkeit“

ÖVP-Generalsekretär Stocker hetzt gegen neuen SPÖ-Chef: "Babler verliert mit Unwahrheiten bereits in seinen Antrittsinterviews jede Glaubwürdigkeit."

Carolin Rothmüller
Andreas Babler ist seit wenigen Tagen der neue SPÖ-Chef und schon muss er jede Menge Kritik einstecken.
Andreas Babler ist seit wenigen Tagen der neue SPÖ-Chef und schon muss er jede Menge Kritik einstecken.
Helmut Graf

Erst am Freitag teilte Christian Stocker bei einer Pressekonferenz ordentlich gegen den neuen SPÖ-Chef Andreas Babler aus. Nun folgt der nächste Frontalangriff des ÖVP-Generalsekretärs. Denn laut Stocker verstricke sich der neue SPÖ-Vorsitzende immer wieder in Widersprüchen und verliere somit jetzt schon jede Glaubwürdigkeit. Als Beispiel nennt der ÖVP-Abgeordnete in einer Aussendung, dass Babler sich in einem aktuellen Interview für die Wehrpflicht aussprach, dass aber vor rund zwölf Jahren nicht so war.

Keinesfalls die Wahrheit

"Der neue SPÖ-Vorsitzende Andreas Babler verliert mit unwahren Äußerungen bereits in seinen Antrittsinterviews jede Glaubwürdigkeit. Im Interview mit der Tageszeitung 'Der Standard' entgegnet Babler auf die Frage, ob es die Wehrpflicht noch brauche: 'Ich war immer Befürworter davon'. Doch wenn man sich die bisherigen Äußerungen Bablers zur Wehrpflicht vor Augen führt, handelt es sich bei dieser Aussage keinesfalls um die Wahrheit", stellt der Generalsekretär der Volkspartei, Christian Stocker, fest und verweist auf eine Presseaussendung von Andreas Babler vom 03. Februar 2011, in der er schon im Titel unmissverständlich forderte: 'Nicht nur die Wehrpflicht, sondern generell das Militär abschaffen!' Laut dem von Babler eingeforderten Modell solle es damit keinen 'Zwangsdienst mehr für junge Menschen' geben.

"Ebenso brisant ist, dass Babler in seiner damaligen Presseaussendung 'keine Mitwirkung an EU-Battlegroups und sonstigen internationalen Kampfeinsätzen' sowie 'stattdessen [eine] Rückkehr Österreichs zu einer glaubwürdigen aktiven Neutralitätspolitik' forderte, nun im aktuellen Interview mit dem Standard jedoch eine Beteiligung Österreich in einer EU-Armee und Militäreinsätze ohne UNO-Mandat für denkbar hält", so Stocker weiter.

"SPÖ unter Babler nicht regierungsfähig"

Damit ist Stocker aber nicht der einzige, der gegen Babler hetzt, auch FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker geht mit dem neuen SPÖ-Chef hart ins Gericht. Hafenecker hält die SPÖ unter Bablers Führung für nicht regierungsfähig: "Im Ernst: Wer nicht einmal seinen eigenen Haushalt managen kann, was befähigt ihn dann dazu, eine Partei zu führen und am Ende vielleicht noch die Republik?", donnert er im "Heute"-Gespräch.

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