Am Samstag segnet die SPÖ ihr Wahlprogramm ab. "Heute" liegen bereits Auszüge aus "111 Projekte für Österreich" vor. Neben Arbeit und Sozialem entdeckt die Kanzlerpartei nun die Jugendpolitik.
entdeckt die Kanzlerpartei nun die Jugendpolitik.
Nach der roten PR-Offensive zur Beibehaltung des Frauenpensionsantrittsalters will sich die SPÖ beim Parteirat am Samstag von einer jüngeren Seite zeigen. Die aufsehenerregendste Forderung steht auf Seite 20 des Wahlprogramms: "Wir setzen uns für die Freifahrt für Jugendliche in Ausbildung auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln in ganz Österreich ein."
Rund eine Million Jugendliche soll von diesem Vorhaben profitieren. Bemerkenswert: Damit greift die SPÖ eine großkoalitionäre Initiative mit Familienminister Mitterlehner (VP) auf. 2012 wurde die Schüler- und Lehrlingsfreifahrt ausgeweitet. In Wien, Niederösterreich und Burgenland kauften 327.864 Jugendliche ein Jugendticket um 60 .
Ab September gibt es ähnliche Angebote in ganz Österreich - um bis zu 96 . Mitterlehner schießt den Verkehrsverbünden 400 Mio. aus dem Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) zu. Wird der SPÖ-Plan umgesetzt, die Freifahrt auch für 300.000 Studierende zu ermöglichen, kostet das rund 127 Mio. extra. Außerdem will die SPÖ einen österreichweiten Lehrlingsfonds:
Alle Betriebe einer Branche zahlen ein, wer ausbildet erhält Geld zurück. Mehr Studienplätze, keine Studiengebühren und die Aufstockung der Studienbeihilfe finden sich ebenso im Programm. Neben Jugend setzen die Roten auf Soziales und Arbeit: Niemand soll weniger als 1.500 verdienen, die Regel-Arbeitszeit verkürzt werden. Für Selbstständige soll der Selbstbehalt beim Arztbesuch (20 %) fallen.