Offiziere zu Heeres-Reform: "Vertrauen wurde verspielt"

Verteidigungsminister Klaudia Tanner (ÖVP) bei ihrem Amtsantritt in der Rossauer Kaserne.
Verteidigungsminister Klaudia Tanner (ÖVP) bei ihrem Amtsantritt in der Rossauer Kaserne.picturedesk.com
Das ständige Hin und Her in der Bundesheer-Reform erbost nun auch die Berufsoffiziere. "Glaubwürdigkeit und Vertrauen wurden verspielt", warnen sie.

Die Interessensgemeinschaft der Berufsoffiziere (IGBO) findet in einer Aussendung am Sonntag scharfe Worte für die sich offenbar stetig wandelnden Pläne für eine Bundesheer-Reform. Man habe "mit einiger Verwunderung die widersprüchlichen Wortspenden um (politische) Absichten für das Bundesheer zur Kenntnis genommen", heißt es da.

Der völlig unnötig vom Zaun gebrochene, widersprüchliche Diskussionsprozess rund um die Ausrichtung des Bundesheeres solle bloß davon ablenken, dass das "Koste es, was es wolle" der Corona-Krise offenbar nicht für das Bundesheer gelte, urteilt die Interessensvertretung. Besonders sauer stößt den Offizieren auf, dass sie nicht in die Planung einbezogen wurden, schreiben sie. "Glaubwürdigkeit und Vertrauen wurden verspielt", warnen sie.

Kärntner Militärkommandant trägt Plan mit

Brigadier Walter Gitschthaler, Militärkommandant von Kärnten, ließ am Sonntag - ebenfalls per Aussendung - wissen: "Einen radikalen Umbau für unser Heer wird es nicht geben, sondern eine Weiterentwicklung". Nach einem Gespräch mit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) am Freitag könne er verkünden, "dass alle Garnisonen bestehen bleiben".

Besonders freute sich Gitschthaler offensichtlich darüber, dass in seinem Zuständigkeitsbereich, am Gelände der Hensel-Kaserne bei Villach, "ein größerer, moderner Kasernen-Standort entstehen wird sowie mehrere Millionen Euro in den Ausbau und die Sanierung der Kärntner Kasernen investiert werden".

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