Ohio ist das Gift für Todesspritze ausgegangen

Für Hinrichtungen mit der Giftspritze wird in den USA auch ein Betäubungsmittel benützt. Weil Europas Pharmafirmen sich weigern, das Mittel zu liefern, kommt der US-Bundesstaat Ohio mit den Hinrichtungen nicht nach.

 

Der Giftcocktail, der den Verurteilten gespritzt wird, enthält unter anderem das Betäubungsmittel Pentobarbital. Weil es jetzt Engpässe beim Nachschub gibt, muss Ohio die Hinrichtungen bis 2017 stoppen. 

Zwölf Gefangene müssen auf Tod warten

Zwölf Verurteilte hätten in diesem Zeitraum getötet werden sollen. Diese Hinrichtungen seien verschoben worden, ließ die Strafvollzugsbehörde von Ohio wissen. 

Erste Hinrichtung im Jänner 2017

Der erste auf der Liste der Hinrichtungen ist momentan Ronald Phillips. Er hat 1993 die dreijährige Tochter seiner Freundin erst vergewaltigt, dann zu Tode geprügelt. Er soll im Jänner 2017 sterben. 

20 Minuten Todeskampf wegen fehlerhafter Spritze

In Ohio kam es im vergangenen Jahr zu einem Skandal. weil es mit den Giftcocktails immer wieder Pannen gab. Dennis McGuire starb im Jänner 2014 äußerst qualvoll. Zehn Minuten lang würgte er qualvoll, erst nach 20 Minuten wurde er für tot erklärt. Seine Hinterbliebenen waren entsetzt über den langen Todeskampf ihres Verwandten. In der Giftspritze des Mannes war ein neuer Wirkstoff verwendet worden. Den Todesstrafen-Gegnern lieferte das einen weiteren Beweis dafür, dass das Umbringen von Gefangenen dringend gestoppt gehört. 

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