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Oktoberfest: So wüst randalieren Touristen

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:22

Am Münchner Oktoberfest ging es an diesem Wochenende rund: Maßkrugschlägerei, Angriff mit einer zerbrochenen Bierflasche, und ein unerlaubter Drohnenflug über dem Festgelände - das ist die Polizeibilanz allein vom Samstag.

Am Münchner Oktoberfest ging es an diesem Wochenende rund: Maßkrugschlägerei, Angriff mit einer zerbrochenen Bierflasche, und ein unerlaubter Drohnenflug über dem Festgelände – das ist die Polizeibilanz allein vom Samstag.

 
Am Samstagvormittag wurde laut Münchner Polizei einem 28-jährigen Ukrainer sein Hobby zum Verhängnis. Der Tourist wollte mit einer Drohne und einer daran montierten Kamera Luftaufnahmen vom Oktoberfest machen und ließ diese schließlich unter der Bavaria aufsteigen. Den Mann erwartet nun eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Luftverkehrsgesetz.

Graffity auf alter Geisterbahn

Am frühen Abend dann beschädigte ein Unbekannter die nostalgische Geisterbahn auf der "Oidn Wiesn", indem er auf die handgemalten historischen Wagen seine Graffiti-Tags setzte. Der Täter wurde vom Betreiber in flagranti erwischt und festgehalten. Ihm gelang aber die Flucht. Die Entfernung der Schmiererei sei nur mittels aufwendiger Restauration möglich, hieß es. Die Schadenshöhe sei nicht abschätzbar.

Messer-Raub

Gegen 19.45 Uhr wurde einem 23- jährigen Finnen in einem Festzelt durch einen bislang unbekannten Täter ein Butterfly-Messer vorgehalten und die Herausgabe seines Portemonnaies gefordert. Der finnische Tourist händigte dem Täter die Geldbörse aus. Außerhalb des Zeltes sprach er sofort eine Einsatzgruppe an, eine sofortige Fahndung blieb jedoch leider ergebnislos.

Attacke mit Bierflasche

Ein 53-jähriger italienischer Tourist wollte gegen 19.30 Uhr ein Festzelt betreten, die Security-Mitarbeiter ließen ihn aber nicht hinein, weil er zu betrunken war. Daraufhin schlug der 53- jährige Zollbemate den Boden einer Bierflasche ab und ging mit der angespitzten Flasche auf eine 46-jährige Mitarbeiterin des Festzeltes los. Die Frau arbeitet im Empfangsbereich des Zeltes und ist für die Reservierungen zuständig. Der 53-Jährige konnte vom Ordnungsdienst überwältigt werden und wurde einer zufällig vorbeikommenden Polizeistreife übergeben.

44-Jähriger mit Maßkrug verletzt

Wenig später, gegen 20.45 Uhr, eskalierte ein Streit zwischen einem 27-jährigen Schweizer Touristen und einem 44-jährigen Münchner. Im Verlauf der Auseinandersetzung schlug der 27-Jährige mit einem Maßkrug gegen den Kopf des 44-Jährigen. Dieser erlitt eine Kopfplatzwunde und wurde vom Rettungsdienst ärztlich versorgt. Der Schweizer wurde nach Zahlung einer Sicherheitsleistung auf freiem Fuß angezeigt.

Gegen Mitternacht stieg ein US-amerikanischer Tourist aufs Zeltdach. Die Polizei musste ihn herunterholen.

Raub eines Mobiltelefons

Ein 35-jähriger Vietnamese aus Dortmund, der während des Oktoberfest in einem Festzelt als Küchenhilfe arbeitete, befand sich am Samstag gegen 22.20 Uhr, nach Arbeitsende auf dem Nachhauseweg. Als ortsunkundiger nutzte er sein Mobiltelefon als Navigationshilfe. Zwei bislang unbekannte Männer traten an ihn heran, einer der beiden griff nach dem Mobiltelefon, schlug ihm mit dem Ellbogen in den Bauch und entriss ihm das Gerät. Der 35- Jährige stürzte, verletzte sich aber nicht. Währenddessen rannten die Täter davon. Der 35-Jährige  erstattete Anzeige.

Aggressiver Wiesnbesucher landet in Zelle

Ein 34-jähriger Franzose, der zu Schankschluss das Zelt verlassen sollten, weigerte sich. Erst rempelte er eine Kellnerin an, danach schlug er wahllos in Richtung des Ordnungsdienstes um sich. Er wurde daraufhin zu Boden gebracht und gefesselt. Auch das Eintreffen der Polizei konnte ihn nicht beruhigen und er schrie weiterhin laut und fuchtelte so stark mit beiden Händen, dass er sich am Boden des Zeltes eine leicht blutende Verletzung am Unterarm zuzog. Eine medizinische Versorgung sowie einen Alkoholtest verweigerte er. Der Franzose wurde zur Beruhigung und Ausnüchterung der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

Taschendiebfahnder nahmen Duo fest

Berliner Taschendiebfahnder, die zur Unterstützung des Polizeipräsidiums München auf dem Oktoberfest im Einsatz sind, beobachteten am Samstag eine 43-jährige Griechin und einen 21-jährigen Pakistaner dabei, wie sie in einem Festzelt mehrfach versuchten Festgästen aus der Handtasche oder Gesäßtasche Geldbeutel oder Handys zu klauen. Letztlich konnten sie bei einem Mann einen 10-Euro-Schein aus der Gesäßtasche entwenden und bei einer Frau ein hochwertiges Mobiltelefon. Die Polizei fand bei ihnren noch zwei weitere Mobiltelefone, die höchstwahrscheinlich aus Diebstählen stammen. 

 

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