Fussball

Oligarchen-Razzia bei Bayern München

Die Bayern kommen nicht zur Ruhe. Neben der sportlichen Krise wurden nun auch Räumlichkeiten des deutschen Serienmeisters durchsucht. 
Heute Redaktion
29.04.2023, 10:12
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Aus im DFB-Pokal und in der Champions League, Abrutschen auf den zweiten Tabellenplatz, die Prügel-Affäre rund um Sadio Mane, Gerüchte über die Ablöse des Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn – und jetzt auch noch eine Razzia. Wie mehrere deutsche Medien übereinstimmend berichten, wurden die Geschäftsstelle an der Säbener Straße und die Allianz Arena bereits am Dienstag durchsucht. Ermittler des deutschen Bundeskriminalamts wurden dabei durch Kollegen des Landeskriminalamt Bayern unterstütze. 

Razzia wegen Oligarch

Im Fokus der Ermittler stand jedoch nicht der deutsche Serienmeister selbst, zur Razzia kam es im Zusammenhang mit Geldwäsche-Ermittlungen gegen den russischen Oligarchen Alisher Usmanov. Der 69-jährige Milliardär gilt als Freund des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Deshalb befindet sich Usmanov seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs auf der Sanktionsliste der EU, sein Vermögen wurde eingefroren.

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Die Verbindung des russischen Milliardärs zu den Bayern soll über Ehrenpräsident Uli Hoeneß bestehen. Denn vor seiner Flucht aus Deutschland lebte Usmanov – wie auch Hoeneß – am Tegernsee, beide lernten einander dort kennen. Hoeneß soll immer wieder VIP-Karten für Fußballspiele der Bayern organisiert haben. 

Was die Ermittler nun in den Räumlichkeiten des Fußballklubs gesucht haben, ist nicht bekannt. Klar ist nur: "Unsere Behörde führt kein Ermittlungs- oder Bußgeldverfahren gegen den FC Bayern München beziehungsweise Verantwortliche oder Angehörige des Vereins", wurde die Generalstaatsanwaltschaft zitiert.

Im Geldwäsche-Verfahren gegen Usmanov steht im Raum, dass der russische Oligarch zwischen 2017 und 2022 mehr als eine halbe Milliarde Euro dem deutschen Staat schulden soll. Unter anderem wegen nicht bezahlter Steuern. Schon im Herbst 2022 wurden drei Villen durchsucht.