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Bayern-Coach Tuchel scherzt über Wut-Besuch von Hoeneß

Heute Redaktion
28.04.2023, 14:12
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Mit der 1:3-Niederlage haben die Münchner am vergangenen Samstag die Tabellenspitze hergegeben, wurden von Borussia Dortmund überflügelt. Trotzdem gab der 49-Jährige seinen Spielern drei Tage Sonderurlaub. "Es wirkt so, als hätten wir schon 70 Spiele absolviert", rechtfertigte sich Tuchel.

Als die Bayern dann am Mittwoch wieder gemeinsam trainierten, gab es einen Überraschungsgast: Ehrenpräsident Hoeneß. Der 71-Jährige stand vor dem Beginn der öffentlichen Trainingseinheit auf dem Feld, unterhielt sich eine gute Viertelstunde lang mit Tuchel. Und gestikulierte dabei energisch. Die Unzufriedenheit war Hoeneß deutlich anzusehen.

Scherz über Hoeneß-Besuch

Dass der ehemalige Bayern-Boss ein öffentliches Training wählte, um Tuchel vor einigen Zaungästen die Meinung zu geigen, wurde als klares Zeichen der Unzufriedenheit aufgefasst. Zuletzt sickerte bereits durch, dass der mächtige Ehrenpräsident mit der Bayern-Führungsetage, allen voran dem Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn, alles andere als zufrieden sein soll. Hoeneß könnte seinen Sohn Florian als Vorstand einsetzen, hieß es. In einer Aufsichtsratssitzung am 22. Mai wird über Kahn entschieden. 

Coach Tuchel wurde nun am Freitag in einer Medienrunde auf den unerwarteten Hoeneß-Besuch angesprochen. Doch der 49-Jährige gab sich betont gelassen. "Er wollte mir nur kurz sagen, wer am Wochenende spielt", schmunzelte der deutsche Star-Trainer zuerst, konterte mit einem Scherz die erwartbare Frage nach dem Wut-Besuch. Ergänzte dann aber: "Er wollte mir Hallo sagen, eigentlich wäre ich noch oben im Büro gewesen, ich musste aber viel aufbauen, deshalb ist er mir dann entgegen gekommen. Über die Inhalte werde ich aber nichts sagen." Danach gab der Bayern-Coach doch ein paar Details preis. "Uli wollte seine Meinung zu dem Spiel sagen und einen guten Start in die Woche wünschen", erzählte Tuchel.  

Dass man die öffentlichkeitswirksame Aktion des 71-Jährigen als Ausdruck der Kritik auffassen kann, ist dem 49-Jährigen durchaus bewusst. "Wenn er im Gebäude ist, kommt er zu mir und wir tauschen uns aus. Weil ihm der Verein am Herzen liegt. Deshalb möchte er Informationen, Stimmungen und Meinungen haben. Er gibt natürlich seine Meinung ab und ich wäre schlecht beraten, wenn ich nicht zuhören würde. Es zeigt einfach, dass er sich um den Verein kümmert", so Tuchel. 

Am Samstag treffen die Bayern auf Krisen-Klub Hertha BSC Berlin. Ein Sieg ist Pflicht.

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