Wintersport

Olympia-Silberne Puchner hatte "Katastrophen-Nacht"

Mirjam Puchner raste am Freitag im Olympia-Super-G zur Silbermedaille. Auch wenn Partys in Yanqing ausfallen, gab es nur wenig Schlaf. 
Heute Redaktion
12.02.2022, 11:54

Die Salzburgerin holte ihre erste Medaille bei einer Großveranstaltung. Und dann gleich Olympia-Silber hinter Siegerin Lara Gut-Behrami aus der Schweiz. Aufgrund der strengen Corona-Regeln im Olympischen Dorf in Yanqing waren große Feierlichkeiten ausgefallen, trotzdem verbrachte die 29-Jährige eine alles andere als ruhige Nacht. 

"Ich bin voll geschlaucht, fix und fertig. Die Nacht war richtig schlimm, eine pure Katastrophe", meinte Puchner am Samstagvormittag. Die Salzburgerin war im ersten Abfahrtstraining am Start, landete mit 4,16 Sekunden Rückstand auf Bestzeit-Halterin Priska Nufer (Schweiz) auf dem 36. Rang. "In der Früh bin ich mir vorgekommen, als hätte ich gestern weiß Gott was aufgeführt", erzählte Puchner weiter. 

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Griffe nach der Medaille

Die Olympia-Silberne hatte schließlich ein langes Programm zu absolvieren: Zuerst ein Anstoßen im Skiraum, der ÖOC-Empfang im Olympischen Dorf, danach Medientermine. "Ich bin um 23 Uhr eingeschlafen, um 20 vor 3 in der Nacht war ich auf einmal putzmunter. Im Kopf war nicht viel los, aber der Körper brodelte innerlich, ich war brutal aufgewühlt. Das war ganz schräg", schilderte die ÖSV-Läuferin ihre Nacht weiter. Sie habe auch immer wieder nach der Silbermedaille gegriffen. "Ob sie eh noch da ist, ich nicht träume. Ich habe das, glaube ich, noch nicht wirklich geschnallt", lachte Puchner. 

Trotzdem meinte die Salzburgerin, dass sie solch eine Nacht für olympisches Edelmetall gerne in Kauf nehme. Auch wenn sie um 6 Uhr aufstehen musste, danach das Training bestritt. Und schließlich ein wohlverdientes Nachmittags-Nickerchen machte...