Das Drama spielte sich laut Polizei am Sonntag, 11. Jänner, gegen 12.15 Uhr im Schweizer Wallis ab. Ueli Kestenholz und ein Skifahrer waren an der Ostseite des "Hockuchriz" unterwegs, als sie in Richtung "Schreja" fuhren. Wie "20 Minuten" berichtet, war die Gruppe abseits der Piste unterwegs.
Plötzlich löste sich auf etwa 2.400 Metern eine Lawine – warum, ist derzeit noch unklar. Der Snowboarder wurde von den Schneemassen erfasst und mitgerissen. Sein Begleiter blieb unverletzt. Er konnte sich selbst aus der Gefahrenzone retten.
Freunde und die Einsatzkräfte der Walliser Rettungsorganisation suchten sofort nach dem Verschütteten. Drei Helikopter halfen bei der Bergung. Der Mann wurde schließlich gefunden und ins Spital Visp geflogen. Von dort wurde er ins Krankenhaus Sitten verlegt, doch für ihn kam jede Hilfe zu spät. Wie aus dem Umfeld bestätigt wird, handelt es sich beim Todesopfer um Ueli Kestenholz.
Kestenholz wuchs mit seinen zwei Brüdern am Thunersee auf. Die Eltern waren beide Turnlehrer. 1989 begann er mit dem Snowboarden. Bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano holte der Schweizer die Bronzemedaille im Riesenslalom. Auch bei den X-Games 2003 und 2004 gewann er Gold im Snowboardcross. Insgesamt feierte er 14 Weltcupsiege. Nach den Olympischen Winterspielen 2006 beendete er seine aktive Karriere, wurde danach Extremsportler, absolvierte als Freerider und Paraglider mehrere Film- und Fotoprojekte, auch für Red Bull. Er war auch vom österreichischen Energydrink-Imperium gesponsert worden. Er hinterlässt eine Frau und zwei Söhne (17, 9).