Dieser Auftritt ging unter die Haut. Maxim Naumov (24) feierte am Dienstag seine Olympia-Premiere und setzte danach ein Zeichen, das viele berührte.
Nach seinem Kurzprogramm setzte sich der US-Amerikaner neben seine Trainer, griff in die Jackentasche und holte ein Foto hervor. Darauf: ein kleiner Bub zwischen seinen Eltern. Naumov hielt das Bild fest in der Hand, blickte nach oben, kämpfte mit den Tränen.
Das Foto ist bei jedem Wettkampf dabei. Seine Eltern, Evgenia Shishkova und Vadim Naumov, kamen vor einem Jahr bei einem tragischen Flugzeugunglück ums Leben. Eine Maschine von American Airlines kollidierte in Washington mit einem Hubschrauber. Beide Fluggeräte stürzten ab, 67 Menschen starben.
Die Olympia-Premiere ihres Sohnes konnten sie nicht mehr miterleben.
"Ich hatte das Gefühl, dass sie bei mir waren", sagte Naumov danach. "Ich habe ihre Unterstützung richtig gespürt – von einem Element zum nächsten."
Seine Eltern waren selbst erfolgreiche Eiskunstläufer und prägten seine Karriere von klein auf. Der 24-Jährige landete am Ende auf Rang 14. Die Platzierung spielte an diesem Abend jedoch nur eine Nebenrolle.
"Mein Papa sagte immer, alles bis Olympia ist nur Training", erzählte Naumov. "Jeden Tag, Jahr für Jahr, haben wir darüber gesprochen. Es bedeutet so viel in unserer Familie."