Einst Ball-Demonstrantin, nun sitzt Lunacek in Loge

Sinneswandel bei der Grünen Staatssekretärin Ulrike Lunacek: Einst demonstrierte sie gegen "die Eliten" am Opernball, heuer sitzt sie selbst in einer Loge.
In den zwei Tagen vor dem Opernball steht die Staatsoper vor einer logistischen Herausforderung. Rund 500 Personen räumen den gesamten Publikumsraum leer und machen alle anderen Räumlichkeiten fit für das Großereignis. Staatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) besuchte am Mittwoch die Vorbereitungs- und Aufbauteams bei den letzten Handgriffen und sah sich die Proben der Künstler an.

Lunacek ressortiert im Vizekanzleramt unter ihrem Parteichef Werner Kogler und ist in der Regierung für die Kulturagenden zuständig. Gegenüber "Puls24" gestand sie ein, früher gemeinsam mit anderen Grünen gegen den Opernball demonstriert zu haben: "Damals gab es einen Grundsatzprotest gegen etwas 'nur für die Reichen und die Eliten'. Ich denke, das hat sich geändert. Aber es hat sich auch geändert, dass Grüne jetzt Teil der Regierung sind in Österreich."

Gesetzlich verankert

Lunacek verwies auch auf das Gesetz. Denn seit 2015 ist die Durchführung des Wiener Opernballs als kulturpolitischer Auftrag im "Bundestheaterorganisationsgesetz" festgeschrieben. Die Staatsoper lukriert laut dem zuständigen Ministerium Opernball-Einnahmen in der Höhe von 4,7 Millionen Euro, die Ausgaben liegen bei 3,6 Millionen. Der Gewinn fließt direkt in das Opernhaus-Budget.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Laut Lunacek repräsentiere man die Republik. Daher sei es ihr als verantwortliche Staatssekretärin wichtig, vor Ort zu sein und Wertschätzung gegenüber jenen rüberzubringen, "die diese österreichische Kunst und Kultur machen". Es sei ein wichtiger Teil Österreichs.

Lunacek ist nicht die einzige Politikerin auf der Veranstaltung. Außerdem haben sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen sowie Finanzminister Gernot Blümel und Europaministerin Karoline Edtstadler (beide ÖVP) angekündigt. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Kogler kommen nicht.



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