Kein großer Abschied für Viktor Orbán: Der abgewählte ungarische Regierungschef hat seine Teilnahme an seinem letzten EU-Gipfel kommende Woche abgesagt. Ungarns Europaminister Janos Boka erklärte am Donnerstag, Orbán könne wegen seiner "Pflichten im Zusammenhang mit der Regierungsübergabe" in Budapest nicht dabei sein. Der Gipfel findet am 23. und 24. April in Zypern statt.
Orbán bleibt nach seiner Abwahl am Sonntag noch kommissarisch im Amt. Sein Nachfolger Péter Magyar will im Mai übernehmen. Viele EU-Staats- und Regierungschefs hoffen dann auf ein Ende der ungarischen Blockaden. Orbán hatte bisher einen Kredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine und ein neues Sanktionspaket gegen Russland verhindert.
Beim Gipfel in Zypern soll es vor allem um den Krieg im Iran und Maßnahmen gegen die stark gestiegenen Energiepreise gehen. Ratspräsident António Costa hat dazu auch Staats- und Regierungschefs aus Ländern im Nahen Osten und der Golfregion eingeladen. Außerdem wird über den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt ab 2028 diskutiert.