Orban sieht Lockerungen in Österreich kritisch

Österreich nehme die Coronavirus-Maßnahmen zu schnell zurück, kritisiert Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban. Gleichzeitig sei Österreich "ein Labor" für Ungarn.

Die Österreicher würden bei den Lockerungen der Regierung etwas schneller voranschreiten, "als das laut meinen Lebensinstinkten in Ungarn gemacht werden sollte", sagte Orban dem staatlichen Radio. Ihm gehe diese Lockerung der Coronavirus-Maßnahmen zu schnell.

"Ich empfehle also ein diszipliniertes, ruhiges Verfolgen der Spuren. Wir sollten nicht so schnell voranschreiten wie die Österreicher, aber auch nicht allzu sehr zurückbleiben", so Orban. Es sei aber "großes Glück" für Ungarn, dass Österreich das Nachbarland sei, denn so habe man "ein Labor", um die Entwicklungen zu beobachten.

Lockerungen ja, aber später

Österreich liege in der Entwicklung zwei Wochen vor Ungarn, so könne man sich auf die Maßnahmen vorbereiten und einstellen. Ungarn wolle auch Lockerungen, doch noch nicht zu diesem Zeitpunkt, sagte Orban in Bezug auf Geschäfte, Schulen, Restaurants und Co. Mit den Erfahrungen aus Österreich könne man aber Maßnahmen planen.

In Ungarn ließ sich Ministerpräsident Viktor Orban Ende März vom Parlament mit umfassenden Sondervollmachten ausstatten. Mit ihnen kann er bis auf weiteres ohne Befristung und ohne parlamentarische Kontrolle auf dem Verordnungswege regieren. Die Maßnahmen ernteten international Kritik.

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