"Herr Karas, Herr Karas, hurchens zua!"

Endspurt im EU-Wahlkampf, die sechs Spitzenkandidaten der Parteien wollten in der ORF-Elefantenrunde europäische Themen diskutieren. Doch ein Thema überlagerte alles: das Ibiza-Video.
Es gab kein Entkommen, der Ibiza-Skandal hing wie ein Gewitter über der ORF-Diskussion.

Moderatorin Claudia Reiterer startete auch gleich mit der Frage: Wer will Kanzler Kurz stürzen? VP-Spitzenkandidat Othmar Karas ("Stabilität ist wichtig") und Claudia Gamon von den NEOS ("Kurz soll Verantwortung übernehmen") jedenfalls nicht.

Vilimsky (FPÖ) und Schieder (SPÖ) waren spitzfindiger: Kurz habe nicht ihr Vertrauen. Aber ob ihr Misstrauen für einen Misstrauensantrag reiche, verrieten sie nicht. Kogler (Grüne) und Voggenhuber (Jetzt) misstrauen Kurz hingegen offen, haben aber im Parlament nichts mitzureden.

Schnell wurde die Debatte saftig. Voggenhuber ("Sumpf der Rechtsradikalen") und Kogler ("Kellernazis") attackierten die FPÖ, Vilimsky ("Schmierenkomödie") biss retour, bis Referee Reiterer dazwischen ging.

6,4 Millionen sind wahlberechtigt
6.416.202 Personen dürfen am Sonntag ihre Stimme abgeben. Das sind um exakt 5.600 mehr als vor fünf Jahren. 51,6 % der Wahlberechtigten sind Frauen.
Bei europarelevanten Themen sagten die Kandidaten ihre gewohnten G'stanzln auf. Karas und Vilimsky ("Herr Karas, hurchens zua") matchten sich, wer die Bauern in der EU besser unterstütze. Der Klimawandel wurde hingegen – Überraschung – von allen abgelehnt.

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