Das Studio-Interview in der "Zeit im Bild 2" am Montag überraschte alle. Eigentlich war lediglich der Chef der Luftstreitkräfte, Gerfried Promberger, zu Gast, um über "Sky Shield" zu sprechen. Spätestens nach dem Schluss der Diskussion steht er mit Armin Wolf auf Kriegsfuß, denn dessen Fragen zur Neutralität brachten ihn ordentlich ins Schwitzen.
"Begriffsstützig" – Wolf rennt bei Heeres-Kommandant an >>
Auf den offensiven Interview-Stil des ORF-Anchors war der Soldat offenbar nicht vorbereitet und konnte etwa kaum erklären, warum "Sky Shield", das durchaus eine NATO-Angelegenheit ist, nicht auch zum Bündnisverbot durch die Neutralität zu zählen sei – mehr dazu hier.
Er war aber nicht der einzige, der am Montag am Küniglberg ins Schwitzen geriet. Schon bei der Ankündigung der heutigen Programminhalte hagelten dutzende wütende Leser-Kommentare, die den ORF gleich zwei Mal zum Zurückrudern zwangen.
So wurde wenige Stunden vor Beginn der Sendung, wie üblich, auf dem offiziellen "ZiB2-Vorschau"-Account auf Twitter der heutige Gast und die weiteren Themen präsentiert. "Warum MitgliederInnen des Klimarats enttäuscht sind", war dort zu lesen. Das Mitglied – mehrere MitgliederInnen? Das kam vielen komisch vor. Werden beim ORF nun sogar schon geschlechterneutrale Nomen im Neutrum gegendert? Dutzende hämische Kommentare ergossen sich über dem Account.
Erst nach der Sendung fiel der Fauxpas auf. Da twitterte der "ZiB2"-Account plötzlich: "Sorry. Ist mir ein blöder Schreibfehler passiert!!! Hätte TEILNEHMERINNEN heißen sollen. Bitte um Entschuldigung !!!", hieß es recht informell. Auch das war so offenbar nicht geplant.
Um 22.59 Uhr konnte die Gender-Panne endlich abgeschlossen werden. "In der heutigen #ZiB2 Vorschau ist uns ein Fehler unterlaufen. Das "MitgliederInnen" hätte eigentlich "TeilnehmerInnen" heißen sollen. Bitte um Entschuldigung."