ORF schickt jeden fünften Mitarbeiter in Kurzarbeit

Seit Mittwoch ist es fix: 570 der insgesamt rund 3.000 ORF-Mitarbeiter müssen für drei Monate in Kurzarbeit. Generaldirektor Wrabetz spricht von einer wirtschaftlich notwendigen Maßnahme.

Kultur- und Sportveranstaltungen sind abgesagt und die Einnahmen aus Werbung und sogar den GIS-Gebühren brechen. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz rechnet in einer Email seinen rund 3.000 Mitarbeiter vor, dass es bis Jahresende einem Rückgang der Einnahmen von mindestens 50 Millionen Euro geben werde.

"Um den ORF auch wirtschaftlich stabil zu halten", müsse man "auf der Kostenseite Maßnahmen ergreifen", führt Wrabetz in einem späteren Brief aus. Der Öffentlich-Rechtliche zieht deshalb die Reißleine: 570 Mitarbeiter aus besonders betroffenen Bereichen werden ab 13. April für drei Monate Kurzarbeit leisten. Die Hälfte davon zu 50 Prozent, die andere Hälfte zu 10 Prozent. Definitiv davon ausgenommen seien aber der aktuell wichtige Info-Bereich (ZiB-Redaktion, usw. ) sowie die dazu erforderlichen Techniker.

Zudem wurde die Belegschaft intern soweit umgeschichtet, wie möglich. Einen ersten "Newcomer" erlebten die Zuseher am Mittwochabend bei der ZiB2. Denn einer der Beiträge wurde von einer Stimme untermalt, die vor allem Fußballfans bekannt sein dürfte. Tatsächlich verdribbelte sich der Sportkommentator Boris Kastner-Jirka in die Nachrichtensendung. Bei dem einen Ausflug wird es wohl nicht bleiben.

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsWirtschaftskammerORFCoronavirus

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