Politik

ORF-"Schwulen"-Hoppala: FPÖ schlägt zurück

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:09

Nachdem der ORF am Montag in der Serie 'Vorstadtweiber' FP-Chef Heinz-Christian Strache im Untertitel für Gehörlose als "schwul" bezeichnet hatte, gehen bei der FPÖ die Wogen hoch. Der freiheitliche Generalssekretär Harald Vilimskyempört sich über einen "völligen Verlust aller Hemmungen der ORF-Führung gegenüber der FPÖ und ihrem Obmann HC Strache". Den Chef der größten Oppositionspartei als 'schwul' zu bezeichnen, sprenge deutlich die Grenzen des guten Geschmacks und könne nur als reine Gehässigkeit bezeichnet werden, so Vilimsky, der jetzt eine Entschuldigung der ORF-Führung fordert. Kritisiert wird Vilimsky für seine Aussendung von der Homosexuellen Initiative (HOSI).

Nachdem der ORF am Montag in der Serie 'Vorstadtweiber' FP-Chef Heinz-Christian Strache im hatte, gehen bei der FPÖ die Wogen hoch. Der freiheitliche Generalssekretär Harald Vilimskyempört sich über einen "völligen Verlust aller Hemmungen der ORF-Führung gegenüber der FPÖ und ihrem Obmann HC Strache". Den Chef der größten Oppositionspartei als 'schwul' zu bezeichnen, sprenge deutlich die Grenzen des guten Geschmacks und könne nur als reine Gehässigkeit bezeichnet werden, so Vilimsky, der jetzt eine Entschuldigung der ORF-Führung fordert. Kritisiert wird Vilimsky für seine Aussendung von der Homosexuellen Initiative (HOSI).

Politisch motivierter Hass, Beschimpfungen, Beleidigungen, Hetze und Diffamierungen gegen die FPÖ und HC Strache seien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk an der Tagesordnung, so Vilimsky, der etwa an die Affäre Moschitz erinnerte, bei der ein Redakteur Nazi-Skinheads zu einer FPÖ-Veranstaltung gebracht hatte um in der Öffentlichkeit ein Bild zu zeichnen, das nicht der Realität entspricht. Eine Berichterstattung über ein für den Redakteur ungünstiges Gerichtsurteil sei der ORF freilich schuldig geblieben,so Vilimsky.

In dieses Bild passe auch der Eklat im Umfeld des heurigen Villacher Faschings, wo HC Strache von ORF-Schauspielern im Beisein und unter offensichtlicher Goutierung von Teilen der ORF-Führung primitiv beschimpft wurde. Von manchen parteiischen Interviewführungen im Sinne der Regierung und diversen Regierungs-Propaganda-Sendungen im ORF gar nicht zu sprechen, zeigte Vilimsky die zunehmende Hemmungslosigkeit des Staatsfunks gegenüber der stärksten Oppositionspartei auf.

Dies alles belege, dass diverse heutige ORF-Spitzen nicht befähigt seien, eine verantwortungsvolle Rolle in einem öffentlich-rechtlichen Sender zu erfüllen, da sie dieser Aufgabe aufgrund ihrer politischen Motivation gar nicht nachkommen könnten, so Vilimsky. "Über eine Million freiheitliche Wähler werden als ORF-Zwangsgebührenzahler permanent beleidigt und erleben eine Berichterstattung, welche eines öffentlich-rechtlichen Senders nicht würdig ist, sondern eher an einen Regierungs-Propaganda-Sender erinnert", so Vilimsky.
"FPÖ-Vilimsky dreht durch"

"Homosexualität ist nichts Ehrenrühriges, und daher kann auch der - eventuell gar nicht zutreffende - 'Vorwurf' der Homosexualität nichts Ehrenrühriges sein", erklärt Kurt Krickler, Generalsekretär der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, zu Vilimskys Statement. "Abgesehen davon, dass Vilimsky offenbar nicht kapiert hat, dass die ORF-Serie eine Fiktion ist, ist Homosexualität nichts Negatives oder Ehrenrühriges, wofür man sich schämen müsste."

Wenn Vilimsky in diesem Zusammenhang von 'Hass, Beschimpfungen, Beleidigungen, Hetze und Diffamierungen' spreche, wolle er offenbar erreichen, dass Homosexualität in diese Kategorien eingeordnet wird. "Wenn hier also jemand gehässig ist, dann er. Aber seine Ansichten sind ohnehin ewiggestrig, Vilimsky hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Sein früherer Partei-Chef Jörg Haider, der bekanntlich tatsächlich schwul war, würde sich wohl im Grab umdrehen über solche Äußerungen", so Outing-Spezialist Krickler, der vor 20 Jahren vier österreichische Bischöfe geoutet hat.

 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen