Susanne Schnabl präsentiert am Dienstag den "Report" um 21.05 Uhr in ORF 2 mit dem Besuch von Bundeskanzler Karl Nehammer bei Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau. Thema ist ebenso das Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski in Kiew. Die Redakteurinnen Sophie-Kristin Hausberger und Julia Ortner haben dazu Expertinnen und Experten zu ihrer Einschätzung befragt.
Fragen, denen der "Report" nachgehen will: "Kann Österreich in diesem Krieg tatsächlich eine 'Brückenbauer'-Funktion ausüben? Die schrecklichen Bilder aus der Ukraine führen der Welt die Dynamiken des Krieges drastisch vor Augen. Müssen wir in Europa nach Jahren des Friedens künftig mit Krieg leben? Wie sehen Konzepte aus, um kriegerische Konflikte zu entschärfen? Und wie verändern der Krieg und seine Verbrechen unsere Gesellschaft?"
Außerdem Thema der Sendung sind sinkendes Vertrauen in die Politik, die schwere Krise der SVP in Südtirol und der dritte Corona-Sommer zwischen Freiheit und Schutz. Zurück zum Putin-Besuch: Nehammers Vorschlag dazu, der aus eigenem Antrieb entsand, kam zwar überraschend, sei aber breit abgesprochen. Der Kanzler twitterte, dass er verschiedene Spitzenpolitiker wie den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel, den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vorgängig informiert habe.
Er räumte zwar ein, dass die Reise nach Moskau "eine Risikomission" sei, von der keine großen Wunder zu erwarten seien, sagte aber: "Es ist für mich das Gebot der Stunde, alles zu versuchen." Österreichs Neutralität müsse genützt werden. Er wolle mit seiner Reise den Dialog zwischen der Ukraine und Russland fördern. Der Kanzler betonte, dass er Putin gegenüber "nicht moralisch neutral" auftreten werde. "Reden heißt nicht, seine Position aufzugeben", sagte Nehammer. "Ganz im Gegenteil, ich sage sie ihm."