ORF zeigt Elefanten-Tröten bei Sommergespräch an

Die lautstarke Werbeaktion beim ORF-Sommergespräch mit SPÖ-Chefin Rendi-Wagner hat ein Nachspiel für den Energy-Kakao-Hersteller "Kambaku".

Eine Guerilla-Marketing-Aktion im August sorgt sogar noch im November für Misstöne. Wie berichtet, hatte Alexander Wacker, Erfinder des Energy-Kakaos "Kambaku", das ORF-Sommergespräch mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner mit Elefantentröten aus einem Lautsprecher gestört, den er vor dem Studio geparkt hatte.

Die Quittung: Der Stopp gebuchter Radiowerbung auf Ö3. Damit nicht genug: Vergangene Woche flatterte Wacker eine Anzeige ins Haus. Der ORF hatte ihn wegen Lärmerregung angezeigt. Die Verwaltungsübertretung kann nach dem Wiener Landes-Sicherheitsgesetz mit einer Geldstrafe von bis zu 700 Euro geahndet werden.

Laut ORF Meldung, nicht Anzeige

"Zunächst war ich geschockt", erzählt Wacker im Gespräch mit "Heute.at". "Danach habe ich mich mit meinem Anwalt beraten und eine Rechtfertigung verfasst, in der ich die Werbeaktion zugebe. Sie hatte keinerlei politischen Hintergrund." Besonders ärgere ihn, dass die Anzeige gegen ihn als Privatperson und nicht die Kambaku Energy GmbH eingebracht wurde. "Das ist eine bewusste Einschüchterungsstrategie", beklagt Wacker. Ob er Rechtsmittel einlegt, will er entscheiden, wenn die Strafhöhe festgesetzt wurde.

Der ORF hält auf "Heute.at"-Anfrage fest, dass es sich juristisch nicht um eine Anzeige, sondern um eine Meldung an das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung handle. Das sei normales Prozedere, "wenn eine Sendung mit politischen Inhalten aktionistisch gestört wurde".

Wacker nach der Werbeaktion im "Heute.at"-Interview. (Video: A. Diry)

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