ORF-Zuseher will Armin Wolf vor Kriegsgericht stellen

Dieses Posting flatterte Armin Wolf nach der "ZiB2" ins Postfach.
Dieses Posting flatterte Armin Wolf nach der "ZiB2" ins Postfach.ORF, Twitter
Ein "ZiB2"-Zuseher ließ sich nach dem Interview mit Herbert Kickl zu einer unfassbaren Droh-Botschaft an Armin Wolf hinreißen.

Die "Zeit im Bild 2" vom Mittwoch wird einigen wohl noch etwas länger im Gedächtnis bleiben. Sie startete denkbar kurios damit, dass Anchor Armin Wolf seinem Gegenüber, FPÖ-Chef Herbert Kickl, ein Pinkel-Foto vorhielt. Ein solches postete Kickls Chef in der Bundeshauptstadt, Dominik Nepp, auf Facebook. 

Das Bild sei als "Warnung vor den Klima-Terroristen" zu verstehen, erklärt der FP-Parteiobmann. "Hier schaukelt sich eine Situation auf, wo durchaus die Gefahr besteht, dass es zu einem Eskalationsszenario kommt". Deswegen ist für Herbert Kickl das Anpinkeln zur Entschärfung offenbar okay. Wie das funktionieren soll, will er gar nicht erklären.

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Zahmer Kickl

Ansonsten gab sich der sonst so angriffige Partei-Chef ausgesprochen ruhig, hielt sich auch mit Angriffen auf sein Gegenüber und den ORF zurück – ganz im Gegensatz zum Jahreswechsel-Interview mit Bundeskanzler Karl Nehammer. Nur ein Mal ging Kickl auf Wolf los, Anlass war ein angebliches Zitat Van der Bellens, wonach Kickls Angelobung ein Fehler gewesen sein soll.

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Das wollte der FPÖ-Chef gerne belegt haben, denn er kenne es nicht. Armin Wolf konnte das im Moment nicht tun, lieferte den Beleg aber unmittelbar nach der Sendung auf Twitter nach. Das Zitat gab es also tatsächlich.

In Erinnerung bleibt auch der Disput um die Bundeshymne. Darauf angesprochen, dass diese gesetzlich seit 2011 auch "Töchter" beinhaltet, kündigte Kickl an: "Wissen Sie was, Herr Wolf? Da bringen Sie mich auf eine Idee – ein freiheitlicher Bundeskanzler wird das sofort wieder ändern."

Wolf vor Kriegsgericht

So ruhig wie das Interview verlief, so fallen aber leider nicht die Reaktionen auf die Sendung aus. Ein ORF-Zuseher, der offenbar mehr Armin Wolfs Gegenüber als dem Moderator selbst zugetan ist, lässt eine waschechte Hasstirade in dessen Postfach flattern.

"Es kommt der Zahltag für den ORF und seine Dreckschleuder im Gehirnwäscheprogramm von widerlichsten Geistespestizidverbreiter, achja, -innen", droht er hier. "Den Asyl- und Genderdreck und die ORF Propagandamaschine muss und wird abgestellt und Pseudointellektuelle, wie Sie, vor ein Kriegsgericht gestellt werden." Derzeit ist noch unklar, ob der Hassposter juristisch belangt wird.

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