Politik

Orientierungstests für Schüler wie in Polen

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:01

Weil österreichische Schüler nach der Unterstufe oft nicht wissen, welche Schule sie danach besuchen sollen, will Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) eine "Orientierungsprüfung" für 14 bis 15-Jährige nach polnischem Vorbild einführen.

Weil österreichische Schüler nach der Unterstufe oft nicht wissen, welche Schule sie danach besuchen sollen, will Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) eine "Orientierungsprüfung" für 14- bis 15-Jährige nach polnischem Vorbild einführen.
In der achten Schulstufe könnten österreichische Schüler künftig einen Orientierungstest machen müssen, der sie einerseits bei der Wahl des späteren Schultyps unterstützt. Gleichzeitig könnten diese Tests zusätzlich die Erhebung der Bildungsstandards leisten. Das erklärte Heinisch-Hosek bei einer Studienreise nach Polen Ende vergangener Woche.

Die Tests sollten aber keine "Knock-out-Prüfungen" darstellen, betonte die Ministerin.

In Polen bleiben alle Schüler neun Jahre lang, also bis zum 15. Lebensjahr, in einer gemeinsamen Schule. Durch einige Schulreformen habe es in Polen auch verbesserte gegeben. Ausgehend von 479 Punkten im Jahr 2.000 verbesserten sich etwa die Leseergebnisse Polens im Jahr 2003 auf 490 und 2006 auf 508 Punkte, während Österreich in diesem Bereich stagnierte (2000: 492 Punkte, 2003: 491 Punkte, 2006: 490 Punkte).

 

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