Noch vor wenigen Monaten wurde Vösendorf durch die SP regiert, nach dem knappen Wahlsieg hievte sich Hannes Koza (VP) in den Bürgermeistersessel ("Heute" berichtete).
Doch nach einigen Wochen "Coronakrise" wird jetzt Kritik am Neo-Ortschef laut. SP-Urgestein und SP-Vösendorf-Chef Wolfgang Gratzer übt in einer Aussendung Kritik an Kozas Verhalten: "Möchte Bürgermeister Koza die Notverordnungsbestimmung nützen, um ohne Gemeinderat zu regieren?" Denn laut Gratzer wäre eine Abhaltung des Gemeinderats in Vösendorf locker möglich: "Ich fordere den Bürgermeister daher auf, die Gemeinderatssitzung im Kultursaal Vösendorf abzuhalten."
Das sagt der Bürgermeister dazu
Hannes Koza sagt dazu: "Ich verstehe die Aufregung nicht, weil wir uns an gesetzliche Vorgaben halten. Die Abhaltung einer GR-Sitzung mittels Umlaufbeschluss ist zulässig. Es wurden eben bewusst keine Bestimmungen ohne Einbindung des Gemeinderates gefasst. Es gab bis dato keine einzige Entscheidung durch Bürgermeister Hannes Koza ohne Einbindung der Gremien. Alle notwendigen Beschlüsse erfolgten im Gemeindevorstand per Video mit allen Mitgliedern, auch jenen der SPÖ."
Koza weiter: "Als Familienvater ist es mir wichtig, in diesen Zeiten auch auf die Gesundheit unserer Gemeinderatsmitglieder und deren Familien zu achten, weshalb wir uns dazu entschlossen haben, diese Gemeinderatssitzung per Umlaufbeschluss abzuhalten."