Brad Pitt, Robert Pattinson, Zendaya – die Liste der möglichen Oscar-Anwärter 2027 ist prominent. Doch ausgerechnet eine Deutsche könnte ihnen die Show stehlen: Sandra Hüller hat gleich mehrere heiße Eisen im Rennen.
Spätestens seit "Anatomy of a Fall" kennt Hollywood ihren Namen. Dafür war Sandra Hüller bereits als beste Hauptdarstellerin für den Oscar nominiert. 2027 könnte die 48-Jährige nun noch einen draufsetzen – und womöglich gleich zwei Nominierungen einheimsen.
Der Grund: Hüller ist derzeit mit gleich mehreren hochkarätigen Filmen im Rennen. Besonders gute Chancen werden ihr für "Fatherland" von Oscar-Preisträger Paweł Pawlikowski eingeräumt. Darin spielt sie Erika, die Tochter des Schriftstellers Thomas Mann, die mit ihrem Vater durch das zerstörte Nachkriegsdeutschland reist.
Doch damit nicht genug. Im Drama "Rose" spielt Hüller eine Frau, die sich als Soldat ausgibt und ihre Identität auch nach dem Krieg geheim hält. Für ihre Darstellung wurde sie bereits bei der Berlinale als beste Schauspielerin ausgezeichnet. "Rose" soll zudem für Österreich ins Rennen um den besten internationalen Film gehen.
Auch als Nebendarstellerin könnte Hüller bei den Oscars auftauchen: In "Project Hail Mary" ist sie als resolute Projektleiterin zu sehen. Dazu kommt eine Rolle in Alejandro González Iñárritus schwarzer Komödie "Digger".
Das US-Branchenportal IndieWire hält aktuell eine Hauptdarstellerinnen-Nominierung für "Fatherland" und eine Nebenrollen-Nominierung für "Project Hail Mary" für das wahrscheinlichste Szenario. Sogar eine dritte Nominierung wird nicht völlig ausgeschlossen.
Damit könnte Hüller prominente Konkurrenz wie Brad Pitt, Robert Pattinson, Zendaya oder Anne Hathaway zumindest bei der Zahl der Nominierungen hinter sich lassen. Noch ist das Oscar-Rennen allerdings jung – und bis zu den Nominierungen kann sich einiges ändern.