Große "Heute"-Osterumfrage

Osterhase als Sparschwein: 21 % geben heuer weniger aus

Die Teuerung macht die Österreicher bei den Osternestern sparsamer. "Heute" weiß, wer heuer wie viel für Geschenke ausgeben wird.

Robert Zwickelsdorfer
Osterhase als Sparschwein: 21 % geben heuer weniger aus
Ob klein oder groß: Bei vielen Österreichern werden heuer weniger Geschenke im Osternest liegen.
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280 Millionen Euro: So viel haben sich die Österreicher das Osterfest im Vorjahr insgesamt kosten lassen. Heuer dürfte der Osterhase aber kleinere Nester verteilen. Darauf lässt zumindest eine Umfrage von "Unique Research" für "Heute" schließen (Befragungszeitraum 18. bis 21. März 204, 800 Befragte Telefon/online, max. Schwankungsbreite ±3,5 %). Das sind die Ergebnisse:

Ausgaben für Geschenke zu Ostern

  • 44 % ändern nichts: Diese Befragten werden heuer gleich viel wie im vergangenen Jahr ausgeben.
  • Nur wenige sind spendabler: Gerade einmal 6 % wollen heuer sogar mehr ausgeben als im Vorjahr.
  • Jeder Fünfte spart: Osterfreude hin oder her: Bei 21 % müssen die Lieben mit kleineren Nestern und Schokohasen rechnen.
  • Jeder Vierte pfeift auf Geschenke: 25 % der Befragten geben heuer überhaupt kein Geld für Geschenke aus.

Männer spendabler als Frauen

7 % der Männer wollen heuer mehr ausgeben, 48 % gleich viel wie im vergangenen Jahr. Den Sparstift setzen nur 17 % an. 25 % sind überhaupt Geschenkemuffel. Bei Frauen planen nur 5 % Mehrausgaben, 40 % haben das gleiche Osterbudget wie 2023. Mit 24 % schnallt gleich jede vierte Befragte den Geschenke-Gürtel enger. Keine Geschenke gibt es von 26 %.

Bei Jüngeren sitzt die Geldtasche lockerer

Immerhin 13 % – und damit mehr als doppelt so viele wie im Durchschnitt – der 16- bis 29-Jährigen haben mehr Geld für Ostergeschenke zur Verfügung als noch im Vorjahr. Allerdings ist auch ihr Anteil an jenen, die gar nichts für Ostern ausgeben, mit 29 % überdurchschnittlich hoch.

Ältere traditionell

Bei Befragten ab 60 Jahren wollen nur 3 % mehr ausgeben als im Vorjahr. Das gleiche Budget eingeplant haben dagegen 49 %. Überraschend: Auch bei ihnen liegt der Anteil der Geschenke-Kaufverweigerer mit 27 % relativ hoch.

"Unique Research" hat sich aber auch das Ausgabeverhalten der einzelnen Parteianhänger angesehen. Einige Eilights:

Ausgaben nach Parteipräferenz

  • ÖVP-Wähler als Osterfans: 11 % planen Mehrausgaben. Das ist der höchste Wert aller Parteien.
  • Bier-Liebhaber als Geschenkemuffel: 37 % der Wähler der Bierpartei geben gar nichts aus.
  • Neos-Anhänger als Gewohnheitshasen: Bei 52 % ist das Osterbudget gleich hoch wie 2023.
  • FPÖ-Fans als Sparefrohs: 22 % von ihnen geben weniger aus – Höchstwert. Nur 3 % geben mehr aus – Tiefstwert.
  • SPÖ-Wähler als Durchschnittslämmer: Bei Anhängern der Babler-Partei gibt es weder große Ausreißer nach oben noch nach unten.
Die besten Vorsätze halten oft nicht.
Peter Hajek
Meinungsforscher "Unique Research"

Und wie analysiert "Unique Research"-Meinungsforscher Peter Hajek diese Ergebnisse? "Es hat den Anschein, dass die Menschen heuer weniger Geld für Ostergeschenke ausgegeben wollen als 2023. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass oft die besten Vorsätze nicht halten. Es bleibt also abzuwarten, ob dem tatsächlich so ist", sagt er im "Heute"-Gespräch. Und fügt hinzu: "Jene Gruppe, die 2024 gar nichts für Geschenke ausgeben wollen, dürften mehrheitlich auch 2023 nichts für Ostern ausgegeben haben."

Auf den Punkt gebracht

  • Die Teuerung veranlasst die Österreicher, bei den Ostergeschenken sparsamer zu sein, und eine Umfrage von "Unique Research" für "Heute" zeigt, dass 21 % der Befragten in diesem Jahr weniger für Geschenke ausgeben wollen
  • Männer planen dabei spendabler zu sein als Frauen, während jüngere Befragte im Durchschnitt mehr Geld für Ostergeschenke zur Verfügung haben, aber auch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Personen darstellen, die nichts für Ostern ausgeben
  • Die Meinungsforscher von "Unique Research" lassen jedoch offen, ob die tatsächlichen Ausgaben den geplanten entsprechen werden
bob
Akt.