Hier kann jetzt die größte Hochzeit gefeiert werden

Die Auflage für Hochzeiten in Zeiten des Coronavirus machen es Brautpaaren nicht gerade einfach.
Die Auflage für Hochzeiten in Zeiten des Coronavirus machen es Brautpaaren nicht gerade einfach.Bild: iStock
Es darf wieder geheiratet werden - allerdings nur im ganz kleinen Kreis. In einem österreichischen Bundesland sind aber aufgrund der Saalgröße 15 Personen erlaubt.
Seit kurzem steht fest: In Österreich darf wieder "Ja, ich will!" - unter strengen Sicherheitsmaßnahmen, mit viel Abstand, nur im kleinsten Rahmen und unter Atemschutzmasken - gehaucht werden.

Die offiziellen Vorgaben, damit beim Treueschwur keine Viren durch die Luft schwirren: Maximal 5 Personen inklusive Standesbeamten. Dafür darf in den meisten Bundesländern auf die Treuzeugen verzichtet werden. Der Mindestabstand muss eingehalten werden und alle haben Atemschutzmasken zu tragen.

Klingt plausibel und einfach einzuhalten, wenn da nicht diese kleinen, feinen Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern wären.

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Hochzeit mit 15 Personen



So dürfen auf "Heute"-Nachfrage ab Mai in Wien sogar nur drei Personen anwesend sein. Sprich, das Brautpaar und der Standesbeamte. Außerdem sind neben dem Mundschutz auch Handschuhe (ob Einwegmodelle oder aus edlem Stoff, das bleibt dem Träger überlassen) verpflichtend. Dafür wird die restliche Hochzeitsgesellschaft vom Standesamt aus per Livestream zugeschalten.

Die größte Hochzeit in Zeiten des Coronavirus darf hingegen in Salzburg gefeiert werden. Hier werden Trauungen derzeit ausschließlich im Marmorsaal des Schloss Mirabell abgehalten. Da dieser nicht nur eine stattliche Größe aufweist, sondern auch über mehrere Ein- bzw. Ausgänge verfügt, dürfen maximal 15 Personen anwesend sein. So sei es immer noch möglich, die gesetzlichen Vorgaben zum Mindestabstand im Marmorsaal und im Vorraum einhalten zu können, heißt es vonseiten des Standesamtes in Salzburg. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist natürlich für dennoch für alle verpflichtend, ausgenommen das Brautpaar und der Standesbeamte, die durch eine Glasvorrichtung geschützt sind. Die restliche Hochzeitsentourage kann dank verfügbarem WLAN via Livestream an der Hochzeit teilhaben.

Wer sich jetzt freut, seine Freunde einladen zu dürfen, wird bitter enttäuscht: Der Trauung dürfen nur 10 Familienangehörige des Brautpaares bewohnen. Eine Liste der Gäste muss vorab übermittelt werden. Zu der nun zwölfköpfigen Hochzeitsgesellschaft kommen noch der Standesbeamte, ein Fotograf und ein Musiker hinzu.

Kurz zur Info: Einen Musiker gibt es in sonst keinem Bundesland. Ein Fotograf darf auch in Eisenstadt anwesend sein.

Eisenstadt will Regeln lockern



In Eisenstadt werden bereits seit 18. April wieder Trauungen unter den strengen Vorgaben durchgeführt. Dies will man mit Mai aber ändern und plant für die Hochzeiten - die derzeit nur rund fünf Minuten dauern - maximal 12 Gäste zuzulassen. Dabei muss es sich allerdings nicht zwingend um Familienmitglieder handeln. "Schließlich steht einem die Nachbarin oft näher als die Tante am anderen Ende von Österreich." Die Masken bleiben, ein sogenannter Spuckschutz zwischen Standesbeamten und Brautpaar ermöglicht es, das Ja-Wort auch zu hören. Ein Fotograf ist erlaubt und das Desinfektionsmittel steht bereit.

Innsbruck ohne Mund-Nasen-Schutz



Die Schutzmasken abnehmen dürfen seit vergangenen Freitag auch Brautpaare in Innsbruck. Ein Spuckschutz schützt die Eheleute und den Standesbeamten. Anwesend sein dürfen hier insgesamt nur fünf Personen. Dafür darf auf Treuzeugen verzichtet werden.



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