Der Leiter der Presseabteilung des Außenministeriums in Wien, Martin Weiss, hat im Fall des im Jemen entführten Österreichers Dominik N. bekräftigt, dass Österreich kein Lösegeld zahlen werde. Gleichzeitig endet das Ultimatum der Geiselnehmer. Indes wurde eine Schweizer Geisel ebenfalls aus einer jemenitischen Geiselhaft freigelassen.
Der Leiter der Presseabteilung des Außenministeriums in Wien, Martin Weiss, hat im Fall des im Jemen entführten Österreichers Dominik N. bekräftigt, dass Österreich kein Lösegeld zahlen werde. Gleichzeitig endet das Ultimatum der Geiselnehmer. Indes wurde eine Schweizer Geisel ebenfalls aus einer jemenitischen Geiselhaft freigelassen.
zur Zahlung von Lösegeld keine "ganz harte" Frist war und von den Geiselnehmern vielleicht verlängert werden könnte. Die Frist läuft am heutigen Donnerstag aus.
Dominik N. hatte in einem am vergangenen Donnerstag auf YouTube veröffentlichten Video der Geiselnehmer an die Regierungen des Jemen, Österreichs und anderer Staaten appelliert, Lösegeldforderungen seiner Entführer, bei denen es sich um Mitglieder eines jeminitischen Stammes handle, zu erfüllen. Andernfalls werde er sieben Tage nach Veröffentlichung des Videos getötet.
Suche nach Dominik N.
Österreich stehe in engem Kontakt mit den jemenitischen Behörden, deren Aufgabe es sei, die Suche nach Dominik N. durchzuführen, sagte Weiss. Ein kleines österreichisches Team aus Sicherheitsleuten und Diplomaten befinde sich im Jemen, um sich dort mit den jemenitischen Stellen sowie mit einem finnischen Team und EU-Vertretern zu koordinieren und auch Druck zu machen.
Dominik N. war am 21. Dezember gemeinsam mit einem finnischen Paar in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa entführt worden. Darüber, wo Dominik N. festgehalten werde, gebe es nur Vermutungen, aber "ganz sicher und ganz genau weiß das niemand", betonte der Außenamtssprecher. Die Familie von Dominik N. appellierte am Mittwoch an die Geiselnehmer, ihn freizulassen.
Keine Forderungen bekannt
Obwohl in dem Video von Dominik N. von Forderungen der Entführer die Rede ist, sei dem österreichischen Außenministerium keine konkrete Forderung bekannt, so Außenminister Michael Spindelegger in der in der Zeit im Bild. "Wir sind aber dennoch guter Hoffnung, das hier noch einiges getan werden kann, und bitten alle Institutionen um Hilfe", so Spindelegger.
Schweizerin freigelassen
Hoffnung gibt, dass eine Schweizer Lehrerin, die im März 2012 in Jemen entführt wurde, am Dienstag freigelassen wurde. Sie befinde sich derzeit in Obhut von Vertretern des Schweizer Außenministerium und werde bald in die Schweiz zurückkehren. Man sei dem Staat Katar "zutiefst dankbar für die außerordentlichen Anstrengungen im Zusammenhang mit der Freilassung" der Frau. Die Schweizerin war am 12. März 2012 aus ihrem Haus in Hudaida am Roten Meer von Bewaffneten entführt worden. Sie arbeitete in der im Westen Jemens gelegenen Stadt für ein Sprachinstitut. Im Mai und im August 2012 waren als Lebenszeichen zwei Video-Botschaften aufgetaucht.