Österreicher fahren immer weniger Auto

Bild: ÖBB

Die Österreicher fahren weniger mit dem Auto. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Verkehrsclubs Österreich. "Die Mobilitätswende hat schon begonnen. Seit 2003 stagniert die mit dem Privat-Pkw gefahrene Kilometerleistung, zuletzt war sie sogar rückläufig", sagte Markus Gansterer, VCÖ-Experte am Mittwoch. Verkehrsministerin Doris Bures zeigte sich über diese Entwicklung erfreut.

zeigte sich über diese Entwicklung erfreut.

Die rückläufige Entwicklung wirke sich laut Studie positiv auf die Beschäftigung aus, denn Autos würden einen hohen Exportanteil und einen geringen Arbeitskraftanteil an der Produktion haben. Auf den Arbeitsmarkt würden sich Investitionen in den Konsum und Wohnbau weit positiver auswirken.

Im Kampf gegen die wachsende Arbeitslosigkeit kann umweltfreundlicher Verkehr viel stärker beitragen als bisher angenommen. In Österreich sichert energieeffiziente Mobilität rund 200.000 Arbeitsplätze. Der städtische Öffentliche Verkehr oder der Ausbau des Schienennetzes schaffen pro Milliarde Euro um rund zwei Drittel mehr Jobs als der Autobahnbau.

"Urlaubs- und Weihnachtsgeld für Auto"

Dazu kämen die Spesen für Anschaffung und Betrieb eines Autos für die durch die hohen Wohnungs- und Energiekosten ohnehin schon belasteten Bürger. Ein Pkw belaste einen Haushalt im Schnitt mit 4.700 Euro im Jahr. "Das ganze Urlaubs- und Weihnachtsgeld geht für das Auto drauf", rechnete Gansterer vor. Dazu kämen enorme Kosten für die Allgemeinheit. Rund 13 Mrd. Euro würden auf den Steuerzahler abgewälzt, weil es im Verkehr keine Kostenwahrheit gebe.

"Freiheit, zwischen mehreren Verkehrsmitteln zu wählen"

"Wir haben heute die Freiheit, zwischen mehreren Verkehrsmitteln zu wählen, um mobil sein zu können. Immer mehr Menschen nutzen diese Freiheit und sind vielfältig mobil. Sie fahren auch mit dem Fahrrad, mit Öffis in der Stadt oder für längere Strecken mit der Bahn. Es wird die Umwelt geschont, die Luftqualität verbessert, klimafreundliche Mobilität ist für die Bevölkerung vor allem kostengünstiger", fasst Gansterer die Ergebnisse der VCÖ-Studie "Wirtschaft beleben durch nachhaltige Mobilität" zusammen.

"Öffentlichen Verkehr vorantreiben"

"Einmal mehr zeigt sich: Umweltfreundliche Mobilität ist ein zentraler Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor für Österreich. Es zahlt sich also auf mehreren Ebenen aus, dass wir unsere Infrastruktur in Schuss halten und insbesondere den Ausbau des öffentlichen Verkehrs gezielt vorantreiben", reagierte Verkehrsministerin Doris Bures erfreut auf die vorgestellte Publikation.

"Mit dem Gesamtverkehrsplan für Österreich und den ambitionierten Ausbauplänen für die Schiene sind die Weichen für ein modernes, umweltfreundliches und leistungsfähiges Mobilitätssystem der Zukunft gestellt", sagte Bures per Aussendung weiter. Der Gesamtverkehrsplan ziele auf die intelligente Verknüpfung von Verkehrsmitteln und den Einsatz modernster Verkehrstechnologien ab, "um das Verkehrssystem sozialer, sicherer, umweltfreundlicher und effizienter zu gestalten."

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