Life

Österreicher finden andere Österreicher peinlich

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:58

Weiße Socken in Badeschlappen, Vordrängeln am Hotelbuffet, Geruchsbelästigungen - 40 Prozent der Österreicher finden ihre Landsleute im Urlaub peinlich. Und das, obwohl sich 76 Prozent der Österreicher vor dem Urlaub über die Umgangsformen im Reiseland informieren, um nicht unangenehm aufzufallen. Ob Zuhause oder im Urlaub - ein gepflegter Umgang mit unseren Mitmenschen entscheidet darüber, ob wir als höflich oder unhöflich wahrgenommen werden. Dies ergab der "Tempo Hygiene Check 2013.

“. Nun gibt es allerdings das Buch "Die Kunst des höflichen Reisens", von u.a. Knigge und Steinleitner, welche den gepflegten Umgang unterwegs erklären.

Der „Tempo Hygiene Check 2013“ ist eine Studie von Tempo in Zusammenarbeit mit der Innofact AG, hat die Einstellung der Österreicher, Deutschen und Schweizer zum Thema Hygiene und Höflichkeit auf Reisen untersucht.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Blicke auf drängelnde Hotelgäste am Buffet, auf weiße Socken in Badeschlappen und auf müffelnde Urlauber: 40 Prozent der Österreicher finden andere Österreicher im Urlaub peinlich. Davon fallen 96 Prozent schlechte Manieren, 31 Prozent peinliches Styling und 20 Prozent mangelnde Hygiene unangenehm auf.
Im Vergleich: 66 Prozent der Deutschen und nur 34 Prozent der Schweizer schämen sich für ihre Landsleute
76 Prozent der Österreicher informieren sich vor dem Urlaub über die Umgangsformen im Urlaubsland, Deshalb machen sie sich vor der Reise mit den Umgangsformen vertraut. Lediglich 22 Prozent finden sich auch ohne vorherige Vorbereitung höflich genug.
Beim Schnäuzen hört sich allerdings bei einigen die Rücksichtnahme auf: Nur 42 Prozent würden sich in China oder Japan, wo Schnäuzen verpönt ist, dasselbige verkneifen und wie in diesen Ländern üblich, die Nase hochziehen. 3 Prozent der Befragten sehen den Urlaub als die Zeit des Jahres, in der sie sich daneben benehmen können.
Auf dem Weg in den Urlaub meiden fast die Hälfte der Österreicher die Benutzung der Toiletten im Bus:

Österreicher verkneifen sich ihre Notdurft, vor allem wenn sie nur die Bustoilette (49 Prozent), die Toiletten eines Autobahnparkplatzes (47 Prozent) oder ein Gebüsch (38 Prozent) zur Verfügung haben.
Die drei größten No-Gos im Flugzeug: eine schmutzige Toilette hinterlassen (78 Prozent), müffelnd ins Flugzeug steigen (72 Prozent) und gebrauchte Taschentücher herumliegen lassen (63 Prozent)
Um auch im Urlaub für alle hygienischen Zwischenfälle gerüstet zu sein, packen 36 Prozent der Österreicher Taschentücher in ihren Koffer. Auch auf ihr bevorzugtes Toilettenpapier und auf feuchte Toilettentücher wollen Österreicher nicht verzichten: 2 Prozent nehmen Toilettenpapier, 16 Prozent feuchte Toilettentücher in den Urlaub mit. Auf Nummer sicher gehen 18 Prozent der Österreicher: Sie begeben sich mit Taschentüchern, Toilettenpapier und feuchten Toilettentüchern im Koffer auf die Reise.


Kunst des höflichen Reisens

Küssen gehört in Ungarn zum guten Ton, ein Brite leckt niemals den Teelöffel ab, Japaner ziehen die Nase hoch – so einiges hört man über andere Länder und deren mitunter seltsamen Sinn für Höflichkeit.

Manche Klischees entsprechen der Wahrheit, andere wiederum gar nicht. Im Buch "Die Kunst des höflichen Reisens" von u.a. Knigge und Steinleitner erzählen die Autoren von ihren witzigen, kuriosen oder verblüffenden Erfahrungen mit den "Hygienekulturen” dieser Welt.

Für den schnellen Überblick unterwegs bietet das Buch abschließend ein internationales Hygiene-ABC vom Ausziehen der Schuhe bis zur hygienischen Zahnpflege.

Das Buch ist im

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen