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Österreichs Jugend lebt viel zu ungesund

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:28

Eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, dass Österreichs Kinder und Jugendliche zu viel rauchen und dem Alkohol nicht unbedingt abgeneigt sind und zu wenig Sport betreiben. Dennoch sind die Zahlen im Vergleich zur letzten Studie gesunken, denn vor vier Jahren belegten die heimischen Kids in diesen Kategorien im internationalen Vergleich noch "Spitzenplätze".

Eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, dass Österreichs Kinder und Jugendliche zu viel rauchen und dem Alkohol nicht unbedingt abgeneigt sind und zu wenig Sport betreiben. Dennoch sind die Zahlen im Vergleich zur letzten Studie gesunken, denn vor vier Jahren belegten die heimischen Kids in diesen Kategorien im internationalen Vergleich noch "Spitzenplätze".

Der neueste Vergleichsbericht der WHO mit Daten von rund 200.000 Kindern und Jugendlichen aus 39 Staaten der WHO-Region Europas und Nordamerikas zeigte Anfang Mai dieses Jahres bei den Vergleichswerten, dass in Österreich das größte Problem beim Rauchen und beim Alkohol liegen dürfte - aber abseits von "Spitzenrängen" wie noch vor vier Jahren. Am Übergang vom Kindes- zum Jugendalter aber nehmen die gesundheitlichen Beschwerden deutlich zu.

Risikofaktor Rauchen

Beim Rauchen sind in der Studie (Elf-, 13- und 15-Jährige; in Österreich 6.500 Befragte bis zum Alter von 17) die Grönländer weit an der Spitze: Mit 13 Jahren rauchen dort 35 Prozent der 13-jährigen Mädchen zumindest einmal wöchentlich, ebenso 25 Prozent der Burschen (Tschechien: zehn bzw. neun Prozent an zweiter Stelle). Österreich liegt hier auf dem zwölften Rang mit sieben Prozent der Mädchen und fünf Prozent der Buben. An letzter Stelle liegt Island mit ein bzw. zwei Prozent (Mädchen/Buben).

Im Alter von 15 Jahren allerdings sind die österreichischen Mädchen mit einem 29-prozentigen Anteil an Tabakkonsumentinnen zumindest einmal pro Woche (Burschen: 25 Prozent) schon an dritter Stelle. An der Spitze: Grönland mit 61 bzw. 53 Prozent. In Deutschland sind es bei Mädchen und Burschen je 15 Prozent. Ganz unten in der Skala: Armenien mit einem Anteil von Raucherinnen bei einem Prozent, bei den Burschen von elf Prozent.

Volksdroge Alkohol

Jugendliche leben speziell in Europa in einer "alkoholischen Umwelt" der Erwachsenen. Unter den 15-jährigen trinken in Tschechien zumindest einmal pro Woche 33 Prozent der Mädchen und 44 Prozent der Burschen. Österreich liegt hier an fünfter Stelle - allerdings von knapp 40 Staaten - mit 28 Prozent der Mädchen und 37 Prozent der Burschen. Die "umliegenden Staaten" mit ähnlichen Zahlen sind hier Kroatien und Italien. In Frankreich - in der Bandbreite etwas unter der Hälfte der Skala - sind es 13 Prozent der Mädchen und 25 Prozent der Burschen in diesem Alter, die zumindest einmal wöchentlich Alkohol konsumieren. Ganz unten ist wiederum Island mit fünf bzw. acht Prozent.

"Komasaufen - eher weniger", heißt es in Österreich. Mit 15 Jahren geben 14 Prozent der Mädchen und 17 Prozent der Burschen an, bereits vor dem 13. Lebensjahr betrunken gewesen zu sein. Damit liegt die Alpenrepublik am 16. Platz. In Litauen waren es dann schon 24 Prozent der Mädchen und 36 Prozent der Burschen. England, Dänemark und Finnland liegen ebenfalls vor Österreich, ganz zum Schluss Italien mit fünf bzw. sechs Prozent. Mit 15 Jahren waren in Österreich 31 Prozent der Mädchen schon zumindest zweimal deutlich alkoholisiert, ebenso 39 Prozent der Burschen. Das macht den 13. Rang aus - weit weg von der Spitze (Dänemark mit 56 Prozent der Mädchen bzw. 55 Prozent der Burschen). Ganz weit unten in der Liste sind hier die USA (13 bzw. 15 Prozent), wo es restriktivste Alterslimits gibt.

Weniger Sport, mehr körperliche Beschwerden

Eines belegt die Studie ganz deutlich: Zwischen dem elften und dem 17. Lebensjahr steigt die Belastung der österreichischen Kinder bzw. Jugendlichen durch Beschwerden wie Kopf-, Magen-/Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, schlechte Laune, Gereiztheit von einem Wert von 30,18 bei Mädchen auf einen Wert von 39,74 (hundertteilige Skala), Bei den Burschen von 28,44 auf 33,60. 17,2 Prozent der Elf- bis 17-Jährigen insgesamt können schlecht einschlafen, 14,4 haben öfter Kopfschmerzen, 14,2 Prozent sehen als gereizt oder schlecht gelaunt, jeweils 11,7 Prozent geben an, nervös zu sein bzw. Rückenschmerzen zu haben.

Auf der anderen Seite sinkt die Zahl der Tage pro Woche, an denen die Burschen zumindest 60 Minuten körperlich aktiv sind von 5,37 (Elfjährige) auf 3,48 (17-Jährige), bei den Mädchen von 4,86 auf 2,84 Tage. 15-Jährige geben an, an Schultagen 5,31 Stunden (Mädchen) und 6,32 Stunden (Burschen) am Computer oder vor dem Fernseher zu sitzen. An schulfreien Tagen steigt das in dieser Altersgruppe mit dem Höchstwert sogar noch an (8,8 Stunden bei den Burschen/7,45 Stunden bei den Mädchen.).

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