Politik

Österreichs Soldaten sollen zum Grenzeinsatz nach Un...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:28

Österreichs Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil plant, heimische Soldaten an die serbisch-ungarische Grenze zu schicken. Ungarn soll dadurch "Transport-, Pionier- und Sanitätsleistungen" beim Grenzeinsatz und der "Flüchtlingsabwehr" bekommen, heißt es im "Kurier". Von bis zu 75 Soldaten ist die Rede, sie sollen bereits im Oktober nach Ungarn entsandt werden.

Österreichs Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil plant, heimische Soldaten an die serbisch-ungarische Grenze zu schicken. Ungarn soll dadurch "Transport-, Pionier- und Sanitätsleistungen" beim Grenzeinsatz und der "Flüchtlingsabwehr" bekommen, heißt es im "Kurier". Von bis zu 75 Soldaten ist die Rede, sie sollen bereits im Oktober nach Ungarn entsandt werden.

Der Plan soll beim Ministerrat in der kommenden Woche präsentiert werden. "Derzeit steigen wieder die Zahlen der Flüchtlinge, die von der Türkei nach Griechenland kommen. Auch Italien ist bald an der Grenze der Belastbarkeit. Da dürfen wir nicht länger zuschauen", wird Doskozil zitiert. Im Gegenzug für die österreichische Hilfe soll es von den Ungarn die "Bereitschaft" geben, abgewiesene Flüchtlinge zurückzunehmen.

Bis zu 30 Soldaten des Jagdkommandos sollen zudem im Mittelmeer mit "operativen Aufgaben" zum Einsatz kommen. Dazu zählt vor allem das Ausspähen verdächtiger Schiffe sowie die Kontrolle, ob sich an Bord Flüchtlinge befinden. Im Mittelmeer wurden zuletzt am Montag rund 6.500 Flüchtlinge aufgegriffen. Bisher standen dort zehn Stabsoffiziere im Einsatz. Doskozil drängt zudem auf ein Ausweiten der EU-Operation im Mittelmeer - Einsatzkräfte sollen in libysche Gewässer vordringen dürfen.

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