Große Sorge um Meeressäuger

Ostsee-Wal: Timmy zeigt keine Reaktion mehr

Buckelwal Timmy sitzt vor Wismar fest. Versuche, ihn zum Schwimmen zu animieren, scheiterten – Experten geben eine düstere Prognose ab.
Newsdesk Heute
30.03.2026, 19:19
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Der Buckelwal, den die Retter liebevoll "Timmy" getauft haben, hat sich in der Nacht nicht befreien können. Das rund zwölf bis 15 Meter lange Tier liegt weiterhin bewegungslos in der Wismarer Bucht an der deutschen Ostseeküste - und zeigt keine Reaktion auf Hilfsversuche.

Bereits vergangene Woche hatte sich der Meeresriese in die flache Ostsee verirrt und war zunächst vor dem Timmendorfer Strand gestrandet. In der Nacht auf Freitag befreite er sich selbst durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne - doch schon am Samstag strandete er erneut in der Wismarer Bucht.

Laut n-tv.de sind die Bemühungen der Experten bisher erfolglos geblieben. Ein Team von Greenpeace und der Wasserschutzpolizei fuhr am Morgen mit einem Schlauchboot zu dem Tier, um es durch Paddel-Klatschen zum Wegschwimmen zu animieren. Doch der Wal reagierte nicht.

Gesundheitszustand bereitet große Sorgen

Der Zustand von Timmy verschlechtert sich zusehends. Das Deutsche Meeresmuseum berichtet, dass sich die Atemfrequenz des Wals verlangsamt hat und die Haut bereits Sekundärinfektionen aufweist. Zudem hat das Tier noch Netzreste im Maul, die es zusätzlich schwächen.

"Die Überlebenschancen werden gerade nicht besser. Es ist eine schwierige Situation für ihn. Er ist geschwächt in einem Lebensraum, der nicht auf ihn ausgelegt ist", erklärt Greenpeace-Expertin Franziska Saalmann. Das Team werde den Wal weiterhin unterstützen - entweder durch Ruhe oder durch weitere Animationsversuche.

Hoffnung ruht auf steigendem Wasserstand

Am Dienstag soll der Wasserstand in der Bucht wieder ansteigen. Vielleicht könne sich der geschwächte Buckelwal bis dahin erholen und selbst freischwimmen, hoffen die Experten. Die Wasserschutzpolizei ist mit einem Küstenstreifenboot vor Ort, um Schaulustige fernzuhalten.

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