ÖVP-Fest kostete über 300.000 Euro Steuergeld

Köstinger, Edtstadler und Bogner-Strauß beim Familienfest
Köstinger, Edtstadler und Bogner-Strauß beim FamilienfestBild: Kein Anbieter/Helmut Graf
Eine neue Neos-Anfrage zeigt: Das Familienfest der ÖVP soll um 70.000 Euro mehr gekostet haben als ursprünglich von Ex-Ministerin Köstinger (VP) angegeben.
Am 1. Mai feierte ÖVP-Chef Kurz mit den damaligen VP-Ministerinnen Köstinger, Bogner-Strauß und Ex-Staatssekretärin Edtstadler ein "Familienfest für Groß und Klein" im Schlosspark Schönbrunn. Das kostete laut einer Neos-Anfrage an Köstinger exakt 231.000 Euro Steuergeld. Die Ex-Ministerin erklärte auch, dass die gesamte türkis-blaue Regierung eingeladen gewesen sei – insofern sei es kein Fest der ÖVP gewesen.

Dieser Darstellung widerspricht Übergangs-Frauenministerin Ines Stilling nun aber gleich mehrfach. Laut ihrer Beantwortung der Neos-Anfrage hat das Familienfest um 70.000 Euro mehr gekostet als von Köstinger behauptet – bezahlt von der Sektion Familien im Bundeskanzleramt. Das ergibt Gesamtkosten von 301.000 Euro. Außerdem behauptet Stilling: "Meine Amtsvorgängerin (Bogner-Strauß, Anm.) hat keine Regierungsvertreter der FPÖ eingeladen."

Für Neos-Mandatar Niki Scherak ist die Causa ein Beleg für den "verschwenderischen Kurs der ÖVP". Deren "absurd hohe Ausgaben für eine Parteiveranstaltung auf Steuerzahlerkosten" seien ein "Paradebeispiel für versteckte Parteienfinanzierung". Dass die "neue Ministerin" nun der "alten" widerspricht, zeige deutlich, wie Anfragebeantwortungen durch die VP-Minister "eingefärbt" wurden.

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