Eine Fotomontage mit Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) auf der privaten Facebook-Seite von Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (FPK) hat für Aufruhr gesorgt. So fordert die Stadt-ÖVP etwa einen Facebook-Kodex für Politiker.
auf der privaten Facebook-Seite von Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (FPK) hat für Aufruhr gesorgt. So fordert die Stadt-ÖVP etwa einen „Facebook-Kodex“ für Politiker.
Ein nackter, aus dem Wasser ragender Hintern, darunter ein Foto von Finanzministerin Maria Fekter mit Taucherbrille, dazu der Text „Ich tauche ab, denn mein Sparpaket hält nie!“ Diese Fotomontage war einige Stunden lang auf der Facebook-Seite von Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider zu sehen.
ÖVP-Politiker nennen den Eintrag „völlig niveau- und geschmacklos“ bis hin zu „menschenverachtend“. ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch forderte umgehend Konsequenzen, ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm legte Scheider nahe, seinen Hut zu nehmen.
Facebook-Kodex
Die Klagenfurter Stadt-Partei will jetzt einen Facebook-Kodex für politische Parteien, um solche Fälle, „bei denen scheinbar Mitarbeiter für geschmacklose Parteipropaganda missbraucht werden“, in Zukunft zu vermeiden.
Die Klagenfurter Stadtpartei spricht am Montag in einer Aussendung von einer „vulgären Geschmacklosigkeit“, die eines Bürgermeisters unwürdig sei. Durch die öffentliche Verunglimpfung einer Bundesministerin werde das Bild der Stadt erneut in Mitleidenschaft gezogen, das sei eine Schande, kommentierte Stadtrat Peter Steinkellner (ÖVP) den Facebook-Eintrag.
Entschuldigung gefordert
Die ÖVP fordert auch eine öffentliche Entschuldigung bei Ministerin Fekter - auch vor dem Hintergrund, dass Klagenfurt bei seinen diversen Großprojekten auf Geld des Bundes angewiesen ist. Geld, das Fekter als zuständige Finanzministerin freigeben muss. Laut FPK-Klubobfrau Sandra Wassermann sei die von der ÖVP geforderte Entschuldigung bei der Bundesministerin Fekter bereits erfolgt.
Man solle die Kirche im Dorf lassen, schließlich sei eine Entschuldigung an Finanzministerin Fekter bereits erfolgt, stellt FPK-Obmann DI Uwe Scheuch heute anlässlich der Diskussion um eine im Internet kursierende Fotomontage über Fekter fest.