ÖVP fordert Klimazoll auf Lebensmittel-Import in EU

Die ÖVP sorgt mit einem Vorstoß in Sachen Klimaschutz für Aufsehen. Auf Lebensmittel, die in die EU eingeführt werden, soll es "Klimazölle" geben.

Das Klimathema beschäftigt in diesem Wahlkampf alle Parteien. Mit einem neuen Vorstoß lässt jetzt die OÖVP aufhorchen.

Die oö. Volkspartei fordert einen Außenzoll auf die Einfuhr von Lebensmitteln, die eine schlechtere CO2-Gesamtbilanz als bei Produkten der EU aufweisen.

Ein entsprechender Antrag an den Bund soll im Landtag am Donnerstag beschlossen werden.

"Kein Vorzug für Apfel aus Südamerika"

„Importierte Lebensmittel werden oft nicht unter jenen hohen Standards produziert, wie in der EU und haben zusätzlich durch lange Transportwege eine größere CO2-Gesamtbilanz als regionale Produkte", sagt OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr.

Und weiter: „Der Apfel aus Südamerika soll im Idealfall gegenüber Obst aus der Region keinen Vorzug mehr bekommen", so Kirchmayr.

Die ÖVP verweist auf Experten des Wirtschaftsforschungsinstitutes (WIFO), die in Importzöllen und Emissionszertifikaten die beste Lösung für das Klimaproblem sehen würden.

Experten, wie zum Beispiel jene des Wirtschaftsforschungsinstitutes (WIFO), sehen Importzölle in Verbindung mit den bestehenden Emissionszertifikaten als beste Lösung für die aktuellen ökologischen Herausforderungen.

"Derartige Zölle führen außerdem zu Zusatzeinnahmen, die zur weiteren Finanzierung einer Ökologisierung der Europäischen Marktwirtschaft verwendet werden können", so die OÖVP weiter in einer Aussendung.

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